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Archive for Oktober 2013

Ein Astronaut hat’s schwer

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Examen

Oktober 30, 2013 1 Kommentar
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Kristina Ohlsson – Sterntaler

Am Anfang steht in Kristina Ohlssons drittem Triller die obligatorische Leiche: In einem Waldstück bei Stockholm wird zufällig der dort eher notdürftig begrabene Leichnam einer jungen Frau gefunden. Schnell finden die Ermittler heraus, dass es sich dabei um die Studentin Rebecca handelt, die seit zwei Jahren vermisst gemeldet ist. Wie die folgenden Untersuchungen ergeben, hat sie kurz vor ihrem Tod die in einem Altersheim lebende und einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin aufgesucht. Eine alte Dame, die vor Jahrzehnten ihren Mann ermordet haben soll und seit dem kein Wort mehr spricht. Außerdem wird Aldrin verdächtigt, die Verfasserin zweier gewalt-pornografischer Romane zu sein.

Rebeccas ungewöhnliches Interesse an dieser Frau hat einen einfachen Grund gehabt. Vor ihrem Verschwinden hat sie eine Seminararbeit über diese mysteriöse Alte begonnen und im Lauf ihrer Recherche zunehmend Zweifel an ihrer Schuld gehegt. Und womöglich ist sie dabei auf ein dunkles Geheimnis gestoßen. Die Spur der Ermittlungen führt die Polizei zuerst zu Professoren und Tutoren, die die tote Studentin betreut haben. Dann aber auch in hohe Wirtschaftskreise. Und zu dem elitären Filmklub „Sterntaler“, bei dem vor längerer Zeit auch der heutige Lebensgefährte der ermittelnden Polizistin Fredrika Bergmann Mitglied gewesen ist.

Der Titel des Buches täuscht natürlich. Märchenhaft geht es in Kristina Ohlssons „Sterntaler“ wirklich nicht zu. Ganz im Gegenteil. Der Roman bietet harte, aber zum Glück nie brutale Krimikost. Eine gut konstruierte und stets spannende Geschichte mit zahlreichen überraschenden Wendungen, bei der der Leser oft in gemeine Sackgassen oder Irrwege geschickt wird. Und wer die ersten beiden Thriller der noch recht jungen schwedischen Autorin kennt, trifft hier zudem auf alte Bekannte: das Ermittlertrio Alex Recht, Fredrika Bergman und Peder Rydh. Drei Polizisten, die nach bewährter Schwedenkrimimanier auch außerhalb ihrer Dienstzeit mit allerlei privaten Problemen zu kämpfen haben. Der straighte „Bulle“ früherer Zeiten zählt – mittlerweile übrigens auch bei uns – eben zu den von Aussterben bedrohten Spezies.

Kristina Ohlsson: Sterntaler, Limes, 544 S., 19,99 Euro. Die Autorin liest am Freitag, den 1. November, in der hannoverschen Buchhandlung Leuenhagen & Paris. Den deutschen Part übernimmt die Schauspielerin Nina Petri. Beginn: 19.30 Uhr

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TV-Kritik: Komasaufen

Die Zahlen sind alarmierend: Immer mehr Kinder und Jugendliche werden wegen ihres Alkoholkonsums stationär in Krankenhäusern behandelt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind dies 2011 insgesamt 26349 Heranwachsende im Alter von 10 bis 20 Jahren gewesen. Das entspricht beinahe einer Verdoppelung seit 2002. Die Gründe für diese Entwicklung sind natürlich vielfältig, oft schon in den Medien thematisiert, meist allerdings in Reportagen, Dokumentationen und Talkshows, und eher selten in einem fiktiven Fernsehfilm, wie ihn jetzt die ARD zur besten Sendezeit mit „Komasaufen“ zeigt.

Inszeniert hat den Film der Regie-Routinier Bodo Fürneisen nach einem Drehbuch von Bernd Böhlich. Beide haben bereits 2008 das vielbeachtete Drama „Mein Mann, der Trinker“ in Szene gesetzt und legen hier also gleichsam die Jugendvariante vor. In ihrem Mittelpunkt steht der 15-jährige Gymnasiast Lukas (Markus Quentin), der richtig schwer vom Leben gebeutelt ist. Seine Eltern haben sich scheiden lassen. Der Junge lebt bei seiner Mutter Beate (Aglaia Szyszkowitz) und kann oder will deren neuen Lebensgefährten, den Karriere-orientierten Karsten (Oliver Mommsen), nicht akzeptieren. Weil dieser, sagt er genervt, alles bestimmen wolle und sich in alles einmische. Außerdem hat Lukas große Schwierigkeiten in der Schule, besonders mit der strengen Mathe-Lehrerin. Und, wie viele Pubertierende in dem Alter, mit dem anderen Geschlecht. Vor allem mit der hübschen Sylvia (Anna-Lena Klenke), in die er sich heftig verguckt hat. Doch dummerweise ist das junge Mädchen die feste Freundin des „Chefs“ der angesagten Clique an der Schule.

Als Zuschauer fällt einem bei dieser Vielzahl von Problemen, die ein Jugendlicher allein wohl nur schwer verkraften kann, unweigerlich der traurig-wahre Sinnspruch ein: Wer Kummer hat, hat auch Likör. Und Likör beziehungsweise Alkohol ist – wohl nicht nur in diesem Film – auch für einen 15-Jährigen wie Lukas allgegenwärtig: Beim gemeinsamen Feierabendbier in der Werkstatt seines leiblichen Vaters, beim Gläschen Rotwein zum Essen, beim Sekt am Geburtstag. Natürlich abends beim Feiern in der Disko. Und die Absicht des Regisseurs zu zeigen, wie sich dabei das Gift Alkohol erst ganz sacht und dann immer massiver in das Leben seines Hauptdarstellers schleicht, wird in „Komasaufen“ äußerst anschaulich umgesetzt. Obwohl manches vielleicht doch ein wenig zu lehrbuchhaft wirkt.

Als Lukas dann – allein schon wegen Sylvia – versucht, Mitglied in der schon erwähnten Clique zu werden, spitzt sich die Geschichte langsam dramatisch zu. Kampftrinken ist unter diesen Jugendlichen auf Festen und Treffen nämlich ein festes Ritual, und wer dazugehören will, trinkt halt mit – bis zum bitteren Ende. Ein harmonisches Happyend gönnt der Regisseur seinem Hauptdarsteller jedenfalls nicht, da ist der Film ganz ehrlich. Dennoch deutet der Schluss an, dass es auch für einen jugendlichen Trinker wie Lukas immer noch einen Ausweg aus der drohenden Sucht und den damit verbundenen Absturz gibt.

Doch bei allem Lob über den aufklärerischen Anspruch und die filmische Umsetzung eines wichtigen Themas, stört eines jedoch arg. Das soziale Umfeld des Protagonisten ist leider ziemlich schablonenhaft konstruiert. Und die handelnden Personen wirken dadurch bisweilen blutleer wie aus einem gut gemeinten Film der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Weniger Klischees und mehr psychologische Tiefe hätten „Komasaufen“ gut zu Gesichte gestanden.

ARD, 30.10.2013, 20:15 Uhr 
ARD, 31.10.2013, 00:55 Uhr / Eins Plus, 31.10.2013, 23:05 Uhr

 

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Alter Kiffer

Oktober 29, 2013 1 Kommentar
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Je oller je doller

Oktober 29, 2013 1 Kommentar
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Echte Superhelden

Oktober 24, 2013 1 Kommentar
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