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Kristina Ohlsson – Sterntaler

Am Anfang steht in Kristina Ohlssons drittem Triller die obligatorische Leiche: In einem Waldstück bei Stockholm wird zufällig der dort eher notdürftig begrabene Leichnam einer jungen Frau gefunden. Schnell finden die Ermittler heraus, dass es sich dabei um die Studentin Rebecca handelt, die seit zwei Jahren vermisst gemeldet ist. Wie die folgenden Untersuchungen ergeben, hat sie kurz vor ihrem Tod die in einem Altersheim lebende und einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin aufgesucht. Eine alte Dame, die vor Jahrzehnten ihren Mann ermordet haben soll und seit dem kein Wort mehr spricht. Außerdem wird Aldrin verdächtigt, die Verfasserin zweier gewalt-pornografischer Romane zu sein.

Rebeccas ungewöhnliches Interesse an dieser Frau hat einen einfachen Grund gehabt. Vor ihrem Verschwinden hat sie eine Seminararbeit über diese mysteriöse Alte begonnen und im Lauf ihrer Recherche zunehmend Zweifel an ihrer Schuld gehegt. Und womöglich ist sie dabei auf ein dunkles Geheimnis gestoßen. Die Spur der Ermittlungen führt die Polizei zuerst zu Professoren und Tutoren, die die tote Studentin betreut haben. Dann aber auch in hohe Wirtschaftskreise. Und zu dem elitären Filmklub „Sterntaler“, bei dem vor längerer Zeit auch der heutige Lebensgefährte der ermittelnden Polizistin Fredrika Bergmann Mitglied gewesen ist.

Der Titel des Buches täuscht natürlich. Märchenhaft geht es in Kristina Ohlssons „Sterntaler“ wirklich nicht zu. Ganz im Gegenteil. Der Roman bietet harte, aber zum Glück nie brutale Krimikost. Eine gut konstruierte und stets spannende Geschichte mit zahlreichen überraschenden Wendungen, bei der der Leser oft in gemeine Sackgassen oder Irrwege geschickt wird. Und wer die ersten beiden Thriller der noch recht jungen schwedischen Autorin kennt, trifft hier zudem auf alte Bekannte: das Ermittlertrio Alex Recht, Fredrika Bergman und Peder Rydh. Drei Polizisten, die nach bewährter Schwedenkrimimanier auch außerhalb ihrer Dienstzeit mit allerlei privaten Problemen zu kämpfen haben. Der straighte „Bulle“ früherer Zeiten zählt – mittlerweile übrigens auch bei uns – eben zu den von Aussterben bedrohten Spezies.

Kristina Ohlsson: Sterntaler, Limes, 544 S., 19,99 Euro. Die Autorin liest am Freitag, den 1. November, in der hannoverschen Buchhandlung Leuenhagen & Paris. Den deutschen Part übernimmt die Schauspielerin Nina Petri. Beginn: 19.30 Uhr

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