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Archive for Dezember 2013

Dinner for One

Dezember 31, 2013 1 Kommentar
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Frohe Weihnachten

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Kino: Machete Kills

Action-Veteran Chuck Norris, um dessen vermeintliche Allmacht im Internet ein lustiger Kult getrieben wird, muss sich ganz warm anziehen. Mit Danny Trejo, der nun zum zweiten Mal in der geplanten „Machete“-Trilogie den Titelhelden spielt, bekommt er mächtige Konkurrenz. Der 69-jährige Star zahlreicher B-Movies, dessen unverwechselbares Gesicht der zerfurchten Mond-Oberfläche ähnelt, ist nicht nur unsagbar cool und eine Kampfmaschine der tödlichsten Art, sondern er klopft über sich selber Sprüche, die Norris-Format besitzen. Schönstes Beispiel: „Machete twittert nicht!“

Ja, mit solch einem überflüssigen Kram beschäftigt sich unsere mexikanische Ein-Mann-Armee nicht! Schließlich muss Machete mal wieder die Welt retten. Dabei ist die Geschichte, die in „Machete Kills“ erzählt wird, so absurd, dass sie in wenigen Worten kaum wiederzugeben ist. Nur soviel: Von dem US-Präsidenten (Charlie Sheen) persönlich bekommt der ehemalige mexikanische Agent Machete den Auftrag, den durchgeknallten Kartell-Boss Mendez (Demian Bichir) zu jagen, weil dieser mit einer Atomrakete einen Anschlag auf Washington plant. Und zu allem Überfluss hat der skrupellose Bösewicht die Rakete auch noch mit seinem Herzen verbunden.

Um das Geschoss zu entschärfen, muss Machete ihn von Mexiko in die USA verschleppen. Dabei wird er verfolgt von Mendez’ gefährlichen Leibwächtern, von den Prostituierten-Mörderinnen und einem Super-Killer, der nicht nur in Windeseile sein Aussehen verändern kann, sondern gleich von vier bekannten Akteuren hintereinander gespielt wird: Walton Goggins, Cuba Gooding Jr., Lady Gaga und Antonio Banderas. Und dann mischt schließlich in diesem Comic-Spektakel noch ein Ober-Ober-Schurke mit, der gleich den ganzen Globus zerstören möchte und den Mel Gibson lustig verkörpert.

Die Story ist natürlich der reinste Blödsinn, ist aber von Robert Rodriguez („Sin City“) so übertrieben dramatisch inszeniert, dass sie für Action-Fans ein herrlicher Spaß ist. Selbst blutigste Splatter-Einlagen kommen so unernst daher, dass sich über sie selbst empfindlichere Gemüter amüsieren können. Zudem gibt es zahlreiche parodistische Zitate aus bekannten Kinofilmen und TV-Serien. Schreiend komisch sind auch Phantasie-Waffen wie die Büstenhalter-Maschinenpistole und der Gürtelrevolver in Form eines Penis. Und glaubt man dem Vorspann des Films, ist der finale Teil der geplanten Trilogie bereits in Planung. Titel: „Machete Kills Again in Space“. Dann müssen sich also auch die Außerirdischen ganz schön warm anziehen.

Machete Kills, Regie: Robert Rodriguez, USA 2013, 107 Min., FSK: 16

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Tatort – Allmächtig

Ein bisschen Medienschelte kann ja nie schaden. Vor allem wenn es um den sogenannten Sensationsjournalismus geht, dessen schmutzigste Spielart im Internet anzutreffen ist. Dort werden in Videoclips Menschen bloß gestellt, gedemütigt und der Lächerlichkeit preisgegeben. Und das Schlimmste ist, diese Filmchen finden leider ein Massenpublikum. Mit diesem Phänomen, das es unter dem Etikett „Reality TV“ etwas abgeschwächt auch bei privaten Fernsehsendern gibt, beschäftigt sich nun der neuste Münchner „Tatort – Allmächtig“.

Der Star („heute-show“-Reporter: Alexander Schubert) einer kleinen bayrischen Internet-Firma ist spurlos verschwunden. Die Spezialität des Mannes, der sich selber Anast (Anagramm für „Satan“) nennt, sind professionell gemachte Filmberichte, in denen er Leute auf vermeintlich lustige Weise an den Pranger stellt. Dafür liebt ihn seine große Fan-Gemeinde. Andere hassen ihn jedoch so heftig, dass seine Mitarbeiter befürchten, dass ein Anschlag auf ihn ausgeübt worden sei. Ein Fall also für die beiden Münchner Kommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec), die bei ihren Ermittlungen mit Anasts Opfer konfrontiert werden, aber auch mit einem Priester (Ernst Stötzner), der sich engagiert, um sie gekümmert hat. Als sie dann sein letztes Opfer, eine psychisch gestörte Finanzbeamtin, befragen wollen, finden sie die als „Messie-Marie“ Diffamierte tot in ihrer Wohnung.

Obwohl der Zuschauer recht schnell die Hintergründe des Falls ahnt, ist der Film nie langweilig. Dafür ist er einfach zu gut erzählt und von Jochen Alexander Freydank, der 2009 für einen Kurzfilm mit einem Oscar ausgezeichnet worden ist, auch optisch zu überzeugend inszeniert. Sogar die in Krimis sonst fast schon üblichen Klischees beim Thema Internet werden geschickt umgangen. Lediglich gegen Ende erliegt der Regisseur zu sehr seiner offensichtlichen Schwäche für amerikanische Action-Serien. Und die Auflösung des Falls wirkt doch arg dämonisch vermurkst.

ARD, 22.12.2013, 20:15 Uhr 
Eins Festival, 22.12.2013, 21:50 Uhr / Eins Festival, 22.12.2013, 23:50 Uhr
ARD, 24.12.2013, 00:35 Uhr

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Stubbe – Das Finale

Wenn es am schönsten ist, soll man gehen. Ob diese Allerweltsweisheit allerdings die zahlreichen Stubbe-Fans trösten kann, sei einmal dahingestellt. Nach fast 20 Jahren verabschiedet sich jedenfalls der Hamburger Hauptkommissar Wilfried Stubbe am 18. Januar mit der 50. Folge in den Fernsehruhestand. Ein Abschied, der besonders bemerkenswert ist, da der väterliche Sachse, den es 1995 zufällig unter die Hanseaten verschlagen hat, zu den beliebtesten Figuren des ZDFs gehört. Und gleichzeitig ist die nach ihm benannte Serie aktuell das erfolgreichste Samstagabendkrimi-Format des Senders.

So recht mag man es daher auch nicht glauben, dass sich Hauptdarsteller Wolfgang Stumph tatsächlich endgültig von dieser Figur verabschiedet hat. Schließlich ermittelt im selben Sender Kollegin Bella Block auch nach ihrer Pensionierung weiter, während in der ARD ein gewisser Schimanski mit Mitte 70 immer noch das Raubein gibt. Und der Kölner Komödiant Willy Millowitsch in den 90er Jahren sogar im hohen Rentenalter als Kommissar Klefisch zu sehen gewesen ist. Zudem ist Stumph, der als Kabarettist der Dresdner Herkuleskeule Ende der 80er auch im Westen durch Gastspiele bekannt geworden ist, erst junge 67 Jahre alt..

Dennoch hat das ZDF jetzt schon einmal zusammengerechnet, was 20 Jahre Stubbe in Zahlen bedeutet. So sind dies erstaunliche 75 Stunden Krimiunterhaltung. 500 Kilometer Film, die bei der Herstellung der Serie belichtet wurden. Was in etwa der Entfernung von Hamburg nach Dresden entspricht. Und insgesamt haben die Darsteller 1150 Drehtage an dieser Reihe gearbeitet. Allein dieser Aufwand ist Grund genug, das Finale dieser Dauerbrenners entsprechend zu feiern – mit drei Folgen, die innerhalb eines Monats ausgestrahlt werden.

Den Auftakt macht an diesem Sonnabend die Folge „Tödliche Bescherung“, in der tatsächlich der Weihnachtsmann ermordet wird. Natürlich nicht der echte, der wird ja in den kommenden Tagen noch gebraucht, sondern ein Angestellter einer Weihnachtsmann-Agentur. Daraufhin schlüpft Stubbe selbst in ein wallendes rotes Festtagskostüm, unterbricht dafür kurz das für ihn traditionelle Stollen-Backen und ermittelt gewohnt warmherzig mit Rauschebart als verdeckter Ermittler in diesem recht ungewöhnlichen Milieu. Etwas kälter geht es am 4. Januar in der 49. Folge „Der König ist tot“ zu, in der ein skrupelloser Immobilienmakler ermordet wird und Stubbe mit Themen wie Finanzkrise, Wohnungsnot und explodierenden Immobilienpreisen konfrontiert wird. Und zum guten Schluss wird am 18. Januar in „Mordfall Maria“ eine Behinderten-Sportlerin ziemlich fies tödlich vergiftet.

Was an diesem dreifachen Finale auffällt, ist neben der Schwäche der Stubbe-Drehbuchautoren für Eifersuchtsmorde, besonders die Betonung des Familiären. So sind die eigentlichen Kriminalfälle eher nebensächlich und abgesehen von Folge 49 auch ziemlich banal, gleichwohl solide inszeniert. Im Mittelpunkt steht stattdessen die Stubbe-Familie: Tochter Christiane (Stephanie Stumph), die mit Ehemann und Kind aus dem Haus ihres Vaters auszieht. Seine Lebensgefährtin Marlene (Heike Trinker), die ausgerechnet in Dresden einen neuen Job antritt. Und sein Kollege Zimmermann (Lutz Mackensy), der ihm nach 20 Jahren zum Schluss das Du anbietet. Leider erfolglos!

Diese Entwicklung der Familie, zu der natürlich auch Erbtante Charlotte (Margret Homeyer) gehört, haben treue Stubbe-Freunde all die Jahre verfolgt. Sind mit den Darstellern und ihren Rollen gealtert. Und wie das auch optisch ausschaut, ist in der Schlussfolge zu sehen, die in ganz kurzen Rückblenden die äußere Veränderung des Kommissars mit dem Schnauzbart und dem sächselnden Dialekt zeigt. Zu guter Letzt zieht es dann Stubbe wieder in sein heimatliches Dresden. Ob für immer, das bleibt allerdings offen.

ZDF, 21.12.2013, 20:15 Uhr

 

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Ein nettes Spiel an Weihnachten

Dezember 19, 2013 1 Kommentar
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Heißer TV-Tipp

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Ein toller Rekordversuch

Dezember 18, 2013 1 Kommentar
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Neues iPad?

Dezember 17, 2013 1 Kommentar
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Polizeiruf 110 – Wolfsland

Dezember 15, 2013 1 Kommentar

Selten zuvor hat ein einziger Gastauftritt in einem „Tatort“ für so viel Aufmerksamkeit gesorgt. Nicht nur in den Sozialen, sondern auch in den klassischen Medien. Das Kunststück hat vollbracht der Theater-Schauspieler Fabian Hinrichs, der vergangenes Jahr im Münchener-„Tatort“ wunderbar komisch den nervtötenden Gastermittler Gisbert gespielt hat. Und sein plötzlicher Fernsehtod nach knapp einer Stunde hat für so viel Wirbel gesorgt, dass der Bayrische Rundfunk ihn wohl auch deswegen als Kommissar für den geplanten neuen Franken-„Tatort“ verpflichtet hat. Aber bis das so weit ist, können Gisbert-Fans ihn nun in dem Brandenburger „Polizeiruf 110 – Wolfsland“ erleben.

Dank Hinrichs und dank der vom Naturfilmer Sebastian Koerner – auch in der Lüneburger Heide – aufgenommenen Wölfe ist dieser Film zumindest halbwegs sehenswert, obwohl ihm leider die für einen Krimi nun mal notwendige Spannung fast völlig fehlt und sich viel zu schnell gepflegte Langeweile breitmacht. Die Geschichte handelt vom Rückkehr der Wölfe und den damit einhergehenden Ängsten der Menschen. Tatort ist die tiefste brandenburgische Provinz, die hier wie eine beinahe klassische Western-Landschaft ausschaut. Dorthin werden die Potsdamer Kommissarin Olga Lenski (Maria Simon) und der Polizeihauptwachmeister Krause (Horst Krause) wegen eines Mordes gerufen. Doch das vermeintlich menschliche Opfer entpuppt sich als getöteter Wolf, für den die Mordkommission natürlich nicht zuständig ist.

Doch dann fallen Schüsse auf den Bauwagen des vom Lande bezahlten Wolfbeobachters Stefan Waldner (Hinrichs), einem Sonderling, der wegen seines Eintretens für die wenig geliebten Tiere von den Einheimischen misstrauisch beobachtet wird. Verdächtig sind viele beispielsweise der örtliche Vorsitzende des Jagdvereins, die Schlossherrin von Taupitz und ihr Jagdaufseher. Als letzterer wenig später erschlagen im Wald aufgefunden wird, haben die Potsdamer Ermittler bald den Verdacht, dass es bei dieser Tat nicht nur um die Wölfe geht.

Was dann folgt, sind schier endlose Verhöre, die leider alles andere als aufregend sind. Und wenn mal nicht geredet wird, sieht der Zuschauer die Kommissarin, wie sie mit ihrem Dienstwagen quer durch die brandenburgische Prärie fährt – von Verdächtigen zu Verdächtigen, um mit denen dann wieder schier endlos zu reden. Tempo ist in dem von Ed Herzog nach einem Drehbuch von Rainer Butt inszenierten Film ein Fremdwort. Und für den für einen ARD-Sonntagskrimi offenbar obligatorischen Witz sorgt allein ein Waschbär, der sich im Potsdamer Kommissariat einquartiert hat, um nun dort fröhlich durch die Decke zu pieseln. Zu sehen ist das allerdings nicht. Was irgendwie schade ist.

ARD, 15.12.2013, 20:15 Uhr 
Eins Festival, 15.12.2013, 21:50 Uhr / ARD, 17.12.2013, 00:35 Uhr

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