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Kino: Carrie

Die Geschichte von der 16jährigen Highschool-Schülerin Carrie und dem Eimer Schweineblut kennt wohl fast jeder. Ausgedacht hat sie 1974 Stephen King für seinen ersten Roman, der dann zwei Jahre später von dem damals noch recht unbekannten Brian De Palma verfilmt worden ist. Ein Film, der längst ein Klassiker des Horror-Genres und ein fester Bestandteil der globalen Popkultur ist. Nun kommt „Carrie“ wieder ins Kino, als Neuverfilmung, die sich zwar recht genau an das Vorbild hält, allerdings von der Regisseurin Kimberly Peirce („Boys Don’t Cry“) zeitgemäß aufgepeppt worden ist.

Für Carrie ist das Leben alles andere als rosig. Ihre Mutter ist eine streng religiöse Eiferin, die ihrer Tochter keine Vergnügungen gönnt. Und in der Schule wird sie oft wegen ihrer altmodisch sittsamen Klamotten von ihren Mitschülerinnen gehänselt. Als sie eines Tages ausgerechnet unter einer Schuldusche zum ersten Mal ihre Periode bekommt, wird es für sie richtig schlimm. Sie glaubt, sterben zu müssen, schreit um Hilfe, wird daraufhin von ihren Mitschülerinnen verlacht, und eine hält den Vorfall sogar in einem Video fest. Danach nimmt dann die Geschichte ihren bekannten Verlauf. Carrie wird weiterhin gemobbt, entdeckt aber, dass sie telekinetische Fähigkeiten besitzt. Und bei einem Schulball, bei dem sie fürchterlich gedemütigt wird, nimmt sie schließlich grausame Rache. Und genau die scheint sie im Gegensatz zu De Palmas Film dann sogar ein wenig zu mögen.

Den Schrecken, den die offenbar nicht aufgeklärte Carrie hier erlebt, wird von der ebenfalls erst 16jährigen Chloë Grace Moretz äußerst glaubt gespielt. Allerdings hält man es als Zuschauer doch für recht unwahrscheinlich, dass heute ein Mädchen wie Carrie noch nie etwas von der Menstruation gehört haben soll. Zudem ist Moretz selbst in altmütterlicher Kleidung ein so attraktives Girlie, dass sie eigentlich zu den begehrtesten Schülerinnen ihrer Schule zählen müsste. Wesentlich glaubhafter wirkt Julianne Moore als Carries Mutter, die von der Regisseurin sehr ambivalent gezeichnet ist. Und da auch die Spezialeffekte nicht zu aufdringlich eingesetzt werden, ist diese Horror-Tragödie alles in allem durchaus sehenswert.

Carrie, Regie: Kimberly Peirce, USA 2013, 100 Min., FSK: 16

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