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Kino: Machete Kills

Action-Veteran Chuck Norris, um dessen vermeintliche Allmacht im Internet ein lustiger Kult getrieben wird, muss sich ganz warm anziehen. Mit Danny Trejo, der nun zum zweiten Mal in der geplanten „Machete“-Trilogie den Titelhelden spielt, bekommt er mächtige Konkurrenz. Der 69-jährige Star zahlreicher B-Movies, dessen unverwechselbares Gesicht der zerfurchten Mond-Oberfläche ähnelt, ist nicht nur unsagbar cool und eine Kampfmaschine der tödlichsten Art, sondern er klopft über sich selber Sprüche, die Norris-Format besitzen. Schönstes Beispiel: „Machete twittert nicht!“

Ja, mit solch einem überflüssigen Kram beschäftigt sich unsere mexikanische Ein-Mann-Armee nicht! Schließlich muss Machete mal wieder die Welt retten. Dabei ist die Geschichte, die in „Machete Kills“ erzählt wird, so absurd, dass sie in wenigen Worten kaum wiederzugeben ist. Nur soviel: Von dem US-Präsidenten (Charlie Sheen) persönlich bekommt der ehemalige mexikanische Agent Machete den Auftrag, den durchgeknallten Kartell-Boss Mendez (Demian Bichir) zu jagen, weil dieser mit einer Atomrakete einen Anschlag auf Washington plant. Und zu allem Überfluss hat der skrupellose Bösewicht die Rakete auch noch mit seinem Herzen verbunden.

Um das Geschoss zu entschärfen, muss Machete ihn von Mexiko in die USA verschleppen. Dabei wird er verfolgt von Mendez’ gefährlichen Leibwächtern, von den Prostituierten-Mörderinnen und einem Super-Killer, der nicht nur in Windeseile sein Aussehen verändern kann, sondern gleich von vier bekannten Akteuren hintereinander gespielt wird: Walton Goggins, Cuba Gooding Jr., Lady Gaga und Antonio Banderas. Und dann mischt schließlich in diesem Comic-Spektakel noch ein Ober-Ober-Schurke mit, der gleich den ganzen Globus zerstören möchte und den Mel Gibson lustig verkörpert.

Die Story ist natürlich der reinste Blödsinn, ist aber von Robert Rodriguez („Sin City“) so übertrieben dramatisch inszeniert, dass sie für Action-Fans ein herrlicher Spaß ist. Selbst blutigste Splatter-Einlagen kommen so unernst daher, dass sich über sie selbst empfindlichere Gemüter amüsieren können. Zudem gibt es zahlreiche parodistische Zitate aus bekannten Kinofilmen und TV-Serien. Schreiend komisch sind auch Phantasie-Waffen wie die Büstenhalter-Maschinenpistole und der Gürtelrevolver in Form eines Penis. Und glaubt man dem Vorspann des Films, ist der finale Teil der geplanten Trilogie bereits in Planung. Titel: „Machete Kills Again in Space“. Dann müssen sich also auch die Außerirdischen ganz schön warm anziehen.

Machete Kills, Regie: Robert Rodriguez, USA 2013, 107 Min., FSK: 16

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