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Archive for Januar 2014

Und nun die Werbung

Januar 31, 2014 1 Kommentar
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Es war einmal

Januar 30, 2014 1 Kommentar
Kategorien:Uncategorized

Die News …

Januar 30, 2014 1 Kommentar
Kategorien:Uncategorized

TeVau: Kückückskind

Eine Verwechslung mit Folgen: Vor 15 Jahren sind sie bei der Geburt wegen der Schusseligkeit des Arztes vertauscht wurden. Nun kommt durch einen reinen Zufall die Wahrheit ans Tageslicht. Das türkische Mädchen Ayse (Ava Celik) ist in Wirklichkeit Deutsche, während der deutsche Junge Dominik (Robert Alexander Baer) Türke ist. Und das bringt natürlich die Familien der beiden Jugendlichen gehörig durcheinander. Vor allem nachdem sie beschließen, dass ihre Kinder testweise für 14 Tage mal die Eltern tauschen. So gerät der sanfte Waldorfschüler mitten hinein in eine vermeintlich typisch türkische Familie mit einem echten Pascha (Adnan Maral) als Oberhaupt, während die neue Mutter (Natalia Wörner) der aufsässigen Ayse eine knallharte Karrierefrau ist, die sich schon vor Jahren von ihrem ziemlich stoffligen Mann getrennt hat und seitdem ihren vermeintlichen Sohn umso mehr betüdelt.

Für die Jugendlichen, aber auch für ihre Eltern führt dieser Kindertausch zu einem richtigen Kulturschock, der zumindest für den Zuschauer dann tatsächlich lustig anzuschauen ist. Und natürlich steht Christoph Schnees „Kückückskind“ (Drehbuch: Florian Hanig) in der mittlerweile kleinen Tradition von recht erfolgreichen Culture-Clash-Komödien wie „Türkisch für Anfänger“ oder „Meine verrückte, türkische Hochzeit“, wobei in diesem aktuellen Fall ausdrücklich die Kinder-Generation im Mittelpunkt steht. Und wie immer bei diesen Filmen wird witzig mit unseren Vorurteilen gespielt und werden Klischees heiter durch den Kakao gezogen, allerdings ein wenig mehr Schärfe und Biss hätte der Geschichte gut getan.

Was zudem stört, ist die Tatsache, dass „Kückückskind“ selbst nicht völlig auf Klischees verzichtet. So ist – wie kann es anders sein – der türkische Vater Gemüsehändler, während die deutsche Mutter als erfolgreiche Modedesignerin arbeitet. Darunter macht man es beim Fernsehen eben nicht. Dennoch ist diese Komödie alles in allem amüsant anzuschauen. Und ihr offenes Ende deutet sogar eine mögliche Fortsetzung an.

ZDF, 29.01.2014, 20:15 Uhr 
ZDF, 30.01.2014, 01:30 Uhr

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Endlich mal ’ne Katze

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Inspektor Jury – Der Tote im Pub

Der Hexer hat zumindest Mitschuld: Seit der beliebten Edgar-Wallace-Reihe (1959 bis 1972) versucht sich das deutsche Fernsehen immer wieder mal an vermeintlich typisch britischen Stoffen, die dann jedoch komischerweise vorwiegend mit deutschsprachigen Schauspielern inszeniert werden. Was bisweilen nicht nur bei anglophilen Zuschauern zu einem heftigen Kulturschock führt. Das neuste Beispiel liefert nun das ZDF mit „Inspektor Jury – Der Tote im Pub“. Wobei die Vorlage allerdings nicht von einem Engländer stammt, sondern von der 1931 geborenen amerikanischen Autorin Martha Grimes. Seit 1981 hat die Literaturprofessorin insgesamt 22 Inspektor-Jury-Romane verfasst, die im Original alle nach real existierenden Pubs (hier: „The Man With a Load of Mischief“) benannt sind. Und deren klassische Machart an Agatha Christie erinnert.

Den sehr britischen Ermittler Richard Jury spielt der Österreicher Fritz Karl. Er wird als bester Mann Scotland Yards in die südenglische Provinz geschickt. Ins idyllische Bilderbuch-Dörfchen Long Piddleton, wo er nicht nur mit erstaunlich trinkfesten Einwohnern, sondern natürlich mit einer seltsamen Mordserie konfrontiert wird: Unbekannte Besucher des Ortes sind scheinbar grundlos dahingemeuchelt und ihre Leichen vom Mörder gleichsam theatralisch präsentiert wurden.

Verdächtig ist fast jeder in Long Piddleton: der Wirt des Gasthofes, der nicht so recht in die provinzielle Umgebung zu passen scheint. Der Antiquitätenhändler, der früher mit Drogen gehandelt hat. Die hübsche Vivian (Julia Brendler), die an ihrem kurz bevorstehenden Geburtstag ein Millionenvermögen erbt. Oder der reiche spleenige Adelige Melrose Plant (Götz Schubert), der hochintelligent ist und daher das unglaubliche Kunststück fertigbringt, das Kreuzworträtsel der „Times“ in unter 15 Minuten zu lösen. Und auch seine aus den USA stammende Tante (Katharina Thalbach) ist nicht ganz ohne.

Bei seinen Ermittlungen kommt unser Inspektor, der sich wie die meisten großen Detektive der Vergangenheit vor allem auf seinen Instinkt verlässt, dennoch nicht so recht weiter. Eine große Hilfe ist auch sein Assistent nicht: Sergeant Wiggins (Arndt Schwering-Sohnrey), der furchtbar verschnupft und oft damit beschäftigt ist, auf seinem Laptop bei Doktor Google nach neuen Krankheitsbildern zu fahnden. So durchforstet Jury schließlich die Vergangenheit seiner Hauptverdächtigen und hat bald tatsächlich eine heiße Spur.

Wer es ein wenig altmodisch mag, also auf schrille Töne, schnelles Tempo und schrullige Typen gern mal verzichtet, der wird sich von diesem „Inspektor Jury“ gut unterhalten fühlen. Und dass typisch britische Charaktere von deutschsprachigen (und durchweg gut aufspielenden) Mimen verkörpert werden, stört nur anfangs ein wenig. Inszeniert hat die gleichwohl ziemlich antiquiert wirkende Geschichte Regisseur Edzard Onneken zum Glück mit leichter Ironie. Und bisweilen greift er sogar zu parodistischen Mitteln, wenn beispielsweise im örtlichen Pub immer dieselbe ältere Frau wie selbstverständlich betrunken vom Barhocker fällt. Oder genüsslich längst überwunden geglaubte Klischees präsentiert werden, die dann jedoch im Film gleich witzig kommentiert werden.

Über den leicht melancholisch wirkenden Titelhelden erfährt man jedoch in diesem ersten Fall, dem womöglich weitere ZDF-Verfilmungen folgen werden, nicht allzu viel. Die Vergangenheit dieses offenbar überzeugten Einzelgängers, die sich im Verlauf der Inspektor-Jury-Reihe als sehr bewegt erweisen soll, wird völlig ausgeblendet. Was ein wenig schade ist. Allerdings ahnt man schon hier, dass unser Inspektor und der kauzige Millionär Melrose mal dicke Freunde werden. Und den Anstoß dazu liefert – auch das vermutlich typisch britisch – ein heftiges Trinkgelage. Cheers!

ZDF, 27.01.2014, 20:15 Uhr

Kino: Homefront

Rambo ist wieder da. Zumindest erinnert Phil Broker (Jason Statham), der Held in Gary Fleders „Homefront“, sehr stark an die legendäre Ein-Mann-Armee der Filmgeschichte. Und ähnlich wie Rambo in seinem ersten Abenteuer muss sich der ehemalige Polizist Broker hier gegen üble Hinterwäldler, sogenannte Rednecks, behaupten. Dass er im Kampf gegen diese reaktionären Typen dann selbst zu eigentlich reaktionären Mitteln wie Selbstjustiz greift, wird bestimmt friedlich gestimmte Zuschauer nicht gerade begeistern. Doch als Hommage an das Actionkino der 70er und 80er Jahre ist dieser Film ein Riesenspaß. Und das Drehbuch hat zudem ein Kinoheld dieser Zeit geschrieben: Sylvester Stallone, der auch die Bücher der „Rambo“-Reihe verfasst hat.

Die allerdings wenig überraschende Geschichte stammt aus dem Genre-Baukasten: Nach dem Tod seiner Frau zieht der ehemalige Drogen-Agent Broker mit seiner neunjährigen Tochter Maddy (ein echtes Powermädchen: Izabela Vidovic) unter neuer Identität in ein kleines Provinzstädtchen. Dort will er die schlimmen Dinge, die ihm in den letzten Jahren zugestoßen sind, vergessen und sich vor allem um seine Kleine kümmern. Doch dann löst ein Zwischenfall auf dem Schulhof, bei dem Brokers Tochter einen Jungen – übrigens zu Recht – vermöbelt hat, eine fatale Kettenreaktion aus. Gator (James Franco), der Onkel des Verprügelten und Drogen-Baron der Region, mischt sich nämlich auf Bitten der Mutter (Kate Bosworth) des Jungen in die Angelegenheit ein. Und bei einem Einbruch in Brokers Haus findet er Papiere, die dessen wahre Identität verraten.

Aber es kommt noch Schlimmer. Da ein einflussreicher Gangster-Boss und Chef einer gefürchteten Rockerbande noch mit dem ehemaligen Polizisten eine Rechnung offen hat, erhält dieser von Gator einen entsprechenden Tipp. Der schickt sofort eine kleine Truppe von schwer bewaffneten Bikern los, um sich an Broker zu rächen. Und dann kann Hauptdarsteller Statham mal wieder beweisen, warum er zur ersten Riege von Hollywoods Actionstars zählt. Gefangene werden bei ihm halt nicht gemacht. Gnade ist für ihn ein Fremdwort. Wen er erwischt, den erwischt es gar heftig. Und bei dem erbarmungslosen Gemetzel vergisst der Regisseur sogar die nette Romanze zwischen seinem Helden und einer attraktiven Frau, die sich in der ersten Hälfte des Films abgezeichnet hat. Schade, aber auch der gute alte Rambo hatte ja wenig Glück mit den Frauen.

Homefront, Regie: Gary Fleder, USA 2013, 100 Min., FSK: 16

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