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TeVau: Kückückskind

Eine Verwechslung mit Folgen: Vor 15 Jahren sind sie bei der Geburt wegen der Schusseligkeit des Arztes vertauscht wurden. Nun kommt durch einen reinen Zufall die Wahrheit ans Tageslicht. Das türkische Mädchen Ayse (Ava Celik) ist in Wirklichkeit Deutsche, während der deutsche Junge Dominik (Robert Alexander Baer) Türke ist. Und das bringt natürlich die Familien der beiden Jugendlichen gehörig durcheinander. Vor allem nachdem sie beschließen, dass ihre Kinder testweise für 14 Tage mal die Eltern tauschen. So gerät der sanfte Waldorfschüler mitten hinein in eine vermeintlich typisch türkische Familie mit einem echten Pascha (Adnan Maral) als Oberhaupt, während die neue Mutter (Natalia Wörner) der aufsässigen Ayse eine knallharte Karrierefrau ist, die sich schon vor Jahren von ihrem ziemlich stoffligen Mann getrennt hat und seitdem ihren vermeintlichen Sohn umso mehr betüdelt.

Für die Jugendlichen, aber auch für ihre Eltern führt dieser Kindertausch zu einem richtigen Kulturschock, der zumindest für den Zuschauer dann tatsächlich lustig anzuschauen ist. Und natürlich steht Christoph Schnees „Kückückskind“ (Drehbuch: Florian Hanig) in der mittlerweile kleinen Tradition von recht erfolgreichen Culture-Clash-Komödien wie „Türkisch für Anfänger“ oder „Meine verrückte, türkische Hochzeit“, wobei in diesem aktuellen Fall ausdrücklich die Kinder-Generation im Mittelpunkt steht. Und wie immer bei diesen Filmen wird witzig mit unseren Vorurteilen gespielt und werden Klischees heiter durch den Kakao gezogen, allerdings ein wenig mehr Schärfe und Biss hätte der Geschichte gut getan.

Was zudem stört, ist die Tatsache, dass „Kückückskind“ selbst nicht völlig auf Klischees verzichtet. So ist – wie kann es anders sein – der türkische Vater Gemüsehändler, während die deutsche Mutter als erfolgreiche Modedesignerin arbeitet. Darunter macht man es beim Fernsehen eben nicht. Dennoch ist diese Komödie alles in allem amüsant anzuschauen. Und ihr offenes Ende deutet sogar eine mögliche Fortsetzung an.

ZDF, 29.01.2014, 20:15 Uhr 
ZDF, 30.01.2014, 01:30 Uhr

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