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Archive for März 2014

Neulich in Russland

März 31, 2014 2 Kommentare
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Toller Song

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TV-Kritik: München Mord – Wir sind die Neuen

März 28, 2014 2 Kommentare

Die deutschen Fernseh-Wochenenden werden immer mörderischer: Am Sonntagabend ist in der ARD traditionell „Tatort“-Zeit und am Samstag strahlt das ZDF meist seine selbst produzierten leider oft recht durchschnittlichen Krimis aus. Jetzt jedoch ist dem Mainzer-Sender mit seiner neuen Sendereihe „München Mord“ (ein zweiter Teil ist bereits abgedreht, ein dritter in Planung) offenbar ein echter Glücksgriff gelungen. Die zum Auftakt erzählte Geschichte ist jedenfalls spannend, das Personal originell und vor allem stimmt die Mischung aus herrlicher Situationskomik und tief menschlicher Tragik. Und wenn die Reihe diese Qualität beibehält, dann erwächst dem ARD-Sonntagskrimi damit durchaus Konkurrenz.

Im Mittelpunkt stehen drei wunderbare kriminalistische Prachtkerle: Ein Ermittlerteam aus tollen Außenseitern, die von ihrem Chef – eigentlich verständlicherweise – aufs Abstellgleis geschoben wurden. Allen voran Ludwig Schaller (Alexander Held), der einstige Leiter der Münchner Mordkommission, dem seine unkonventionellen, nein, seine aberwitzig irren Ermittlungsmethoden karrieremäßig zum Verhängnis wurden. Und der dann im Film so schöne Sätze sagen darf: „Wir lösen den Fall jetzt induktiv“. – Was immer das ist, es hilft! Jedenfalls wurde Schaller seines Postens enthoben und fristet nun sein Gnadenbrot, in dem er alte hoffnungslose Fälle bearbeiten und dann einstellen soll. Unterstützt wird er dabei von zwei weiteren Außenseitern, mit denen im Kommissariat keiner mehr arbeiten möchte: Von Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier), der es mit seinen wilden amourösen Abenteuern bis in die Boulevard-Presse gebracht hat, und von Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen), die davon träumt eine große Sängerin zu werden, aber leider dafür absolut kein Talent besitzt. Und die nun allein dank ihres Onkels, dem Polizeipräsidenten, bei der Polizei irgendwie untergekommen ist.

Diese drei Loser vom Amt hocken nun bei ihrem ersten Treffen in einem hässlichen kleinen Büro, haben sich nichts zu sagen und greifen sich dann arg lustlos einen Fall heraus, den sie eigentlich nur abschließen sollen: In einer kleinen bayrischen Gemeinde ist vor Monaten ein Mann spurlos verschwunden, und da die Ermittlungen nichts ergeben haben, geht die örtliche Polizei davon aus, dass er seine Frau heimlich verlassen und sich nach Italien abgesetzt hat. Bei ihrem Routinebesuch in der besagten Gemeinde stoßen Flierl und Neuhauser jedoch schnell auf Ungereimtheiten und auf eine Ehefrau, die fest davon überzeugt ist, dass ihr Mann entführt und ermordet worden ist. Kurzerhand rollen sie daraufhin den Fall neu auf, sorgen dabei für soviel Wirbel, dass ihr davon genervter Amtsleiter alles unternimmt, um ihre Arbeit zu unterbinden. Als Schaller schließlich mit seiner „induktiven“ Ermittlungsarbeit beginnt und dabei sogar Mittel einsetzt, mit denen angeblich auch das FBI arbeitet, kommt schließlich die ganze hässliche Wahrheit ans Tageslicht. Inszeniert hat den Film der Krimi-Routinier Urs Egger nach einem Drehbuch von Alexander Adolph und Eva Wehrum.

Diesem Team gelingt das Kunststück, ihre drei kauzigen Kommissare amüsant agieren zu lassen, ohne dass dabei auf abgenutzte Klischees zurückgegriffen wird. Und wenn auch die weiteren Folgen dieser Reihe auf so angenehm unterhaltsame Weise in Szene gesetzt werden, könnte hier tatsächlich die von Autor Adolph angedachte „neue Art von Kriminalfilm“ entstehen: Filme „mit Humor und bayerischem Einschlag, jedoch ohne das bayerisch Volkstümelnde – und in der Überzeugung, dass dem Tod an sich nichts Lustiges anhaftet“. Man darf gespannt sein.

ZDF, 29.03.2014, 20:15 Uhr
ZDF neo, 02.04.2014, 20:15 Uhr / ZDF neo, 07.04.2014, 02:25 Uhr

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Wat mut, dat mut

März 28, 2014 1 Kommentar
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Wer zuletzt lacht …

März 27, 2014 2 Kommentare
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Jason from Henderson

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Die Post ist da

März 26, 2014 1 Kommentar
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TV-Kritik: Die Fahnderin

März 26, 2014 1 Kommentar

Wer regelmäßig Fernsehen schaut, weiß, dass neben Polizei-Kommissaren auch Privatdetektive, Journalisten, Anwälte, Psychologen und sogar Pfarrer den Helden in TV-Krimis spielen können. Aber Finanzbeamte? Das ist zumindest im deutschen Fernsehen mal was Neues, passt aber gerade bestens in unsere Zeit. Schließlich hat sich dank öffentlich platt getretener Steuerskandale inzwischen herumgesprochen, dass es unter anderem diesen Männern und Frauen vom Amt zu verdanken ist, dass unser Staat genügend Mittel zusammenbekommt, um Dinge zu finanzieren, von denen wir alle letzten Endes profitieren. Dass dabei auch ziemlich viel Geld in planerisch verzockte Großprojekte wie dem Berliner Flughafen fließt: Schwamm drüber!

Mit dem ARD-Krimi „Die Fahnderin“ wird jedenfalls den wackeren Finanzbeamten, denen ja leider immer noch oft etwas Miefig-Penibles anhaftet, ein filmisches Denkmal gesetzt. Und was für eins! Im Mittelpunkt steht die Steuerfahnderin Karola Kahane, die im Finanzamt Neuss arbeitet. Gespielt wird sie von unserer ewigen Diva-Hoffnung Katja Riemann, die für ihre Rolle aber optisch durch Retro-Klamotten und dunkler Perücke so verfremdet wurde, dass sie ausschaut wie eine Psycho-Killerin in einem obercoolen Film aus den 80er Jahren. Dass man sie so ausstaffiert überhaupt ernst nimmt, liegt allein an der guten darstellerischen Leistung Riemanns.

Denn trotz dieser komischen Verkleidung ist Fahnderin Kahane eine ungemein taffe Frau. Oder, wie es im Film heißt: „kompromisslos, penibel, stur und ohne jedes diplomatische Gespür“. Vor allem kennt sie in ihrem Beruf keine Tabus oder heiligen Kühe, die von Amts wegen klammheimlich geschont werden sollen. Und sie ist gerade wegen ihrer konsequenten Haltung auch in ihrem Amt eine Außenseiterin, die dann tatsächlich erst auf den zweiten Blick sympathisch erscheint. Nun ist ihr gerade eine vom Land aufgekaufte Schweizer Steuer-CD zugespielt wurden, die die Namen von Hunderten von Steuer-Hinterziehern enthält. Da ihre Mittel nicht ausreichen, um alle Fälle zu bearbeiten, pickt sich Kahane den prominentesten Namen auf der Liste heraus. In der Absicht dadurch andere Steuersünder aufzuschrecken und sie so zu einer Selbstanzeigen zu bewegen.

Ihr „Opfer“ ist Benedikt Sämann (Alexander Held). Ein einflussreicher Neusser Unternehmer, der in seiner Heimat nicht ganz zu Unrecht einen sehr guten Ruf genießt, aber seit Jahren mehrere Millionen Euro Schwarzgeld in der Schweiz besitzt. Eine erste Hausdurchsuchung bei ihm sorgt zwar für entsprechende mediale Aufmerksamkeit, führt aber nicht zu dem erhofften Erfolg. Offenbar ist Sämann zuvor gewarnt wurden. Und der Industrielle weiß sich zu wehren – auch mit illegalen Mitteln. In der Folge entwickelt sich eine verbissene Auseinandersetzung zwischen ihm und Kahane, die dabei von drei aufrechten Mitarbeitern (Albrecht Abraham Schuch, Heiko Pinkowski, Maxim Mehmet) unterstützt wird. Ein Zweikampf zwischen Goliath und vier Davids, der es wirklich in sich hat und der zudem hoffentlich nachhaltig beweist, dass ein TV-Krimi auch ohne Mord und Totschlag spannend sein kann.

Was allerdings auch daran liegt, dass Regisseur Züli Aladag und sein Drehbuchautor Stefan Dähnert den geschilderten und wohl gar nicht so unüblichen Steuerfall geschickt mit kleinen Randepisoden verknüpft und dadurch aufgelockert haben. In ihnen erfährt der Zuschauer dann vor allem viel über die Fahnderin, über ihre Beziehung zu ihrer aufmüpfigen Tochter und über ihre schwierige heimliche Liebesaffäre mit einem verheirateten Oberstaatsanwalt (Götz Schubert). Und so gibt es in diesem sehenswerten Fernsehfilm tatsächlich noch etwas Neues zu bestaunen: eine Bettszene zwischen einer deutschen Finanzbeamtin und einem deutschen Staatsanwalt. Wenn das kein Grund zum Einschalten ist …

ARD, 26.03.2014, 20:15 Uhr
ARD, 27.03.2014, 01:05 Uhr / Eins Festival, 29.03.2014, 20:15 Uhr
Eins Festival, 30.03.2014, 01:15 Uhr / Eins Festival, 30.03.2014, 12:30 Uhr

 

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Ein paar nette Scherze

März 25, 2014 1 Kommentar
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Der Gourmet-Tipp: Wasabi

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