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Guardians of the Galaxy

Hollywood ohne die Superhelden des amerikanischen Comic-Konzerns Marvel ist kaum noch denkbar. Seit Jahren sorgen Blockbuster aus den Reihen „Spider Man“, „X-Men“ oder „The Avengers“ weltweit für Milliarden Einnahmen, sogar die Kritiken fallen meist positiv aus. Und selbst ein eigentlich typisch amerikanischer Stoff wie „Captain America“ kommt international gut beim Publikum an. Nun läuft der neuste Streich aus dem Hause Marvel, das inzwischen Teil des Disney-Imperiums geworden ist, in unseren Kinos an: „Guardians of the Galaxy“. Ein knallbuntes Weltraumspektakel, das recht frei auf einem Comic-Abenteuer aus dem Jahre 2008 basiert. Während es mit dem zuerst 1969 erschienenen Original von Arnold Drake kaum noch etwas zu tun hat. Und inszeniert hat den Streifen der bisher weitgehend unbekannte James Gunn, der bereits jetzt für eine 2017 geplante Fortsetzung als Regisseur und erneut als Koautor verpflichtet worden ist.
Was seine galaktischen Wächter besonders auszeichnet und sie angenehm von anderen Filmen dieses Genres abhebt, ist ihr Humor und dass sie sich selbst nie zu ernst nehmen. Dabei geht’s tieftraurig los: Im Jahre 1988 erhält der kleine Peter Quill (Chris Pratt) am Sterbebett seiner Mutter von ihr ein letztes sorgfältig eingewickeltes Geschenk, das ihn dann unausgepackt und sorgfältig verstaut jahrzehntelang begleiten wird – bis kurz vor Ende dieses Abenteuers. Nach dieser Anfangsszene wird Peter wirklich urplötzlich von Außerirdischen in die Tiefen des Weltalls entführt, wo er sich noch zum Zeitpunkt des Films, genau 26 Jahre später, herumtreibt als Abenteurer und Dieb.
Sein letzter Coup hat jedoch verhängnisvolle Folgen. Neugierig erbeutet Peter eine mysteriös glitzernde Kugel, deren Inhalt unglaubliche Kräfte besitzt. Was unser Dieb allerdings anfangs noch nicht einmal ahnt. Noch bevor er das Glitzerding anschließend an einen Weltraum-Hehler verkaufen kann, sind plötzlich die üblen Schergen des mächtigen Titan Thanos (Josh Brolin) hinter ihm her. Allen voran der finstere Ronan (Lee Pace), der die Killerin Gamora (Zoe Saldana) losschickt, ihm die Kugel zu entreißen. Als sie Peter stellt, kommt es zu einem Handgemenge. In das mischen sich auch die heimlichen Stars des Films ein: Rocket (Stimme: Fahri Yardim), ein fröhlich plappernder Waschbär, der Waffen aller Art liebt. Und sein Kumpel Groot (Stimme: Hans-Eckart Eckhardt), ein mächtiger Baum, dessen Wortrepertoire lediglich aus dem Satz besteht: „Ich bin Groot“. Und es ist erstaunlich, was man damit alles ausdrücken kann.
Bevor die Prügelei zu doll wird, schreitet die Weltraumpolizei ein, nimmt die vier Streithähne fest und schickt sie in ein Sicherheitsgefängnis. Dort lernt sich das Quartett nach anfänglichen Kommunikationsproblemen kennen, schätzen und zusammen mit dem hünenhaften Raufbold Drax (Dave Batista) gelingt ihnen schließlich der Ausbruch. Das ist dann der tolldreiste Auftakt einer rasanten Hetzjagd quer durch die Galaxie, wo die Fünf als Guardians of the Galaxie tolldreiste Abenteuer erleben. Und am Schluss der gute Peter endlich als strahlender „Star-Lord“ von seinen Freunden und Feinden anerkannt wird.
Allein diese bunt zusammengewürfelte Combo aus prächtigen Anti-Helden macht beim Zuschauen einen Riesenspaß. Aber auch visuell ist der Film sehr phantasievoll inszeniert und die Computereffekte sind fürwahr vom Besten. Zudem wird die Geschichte, in der es nach Marvel-Art wunderbar kracht und zischt, schnell zu einer ironisch nostalgischen Reise in die Siebziger und Achtziger Jahre. Und dabei tatsächlich auch zu einer Hommage an den guten alten Walkman. Ein solches Gerät, das Jugendliche von heute kaum noch kennen werden, begleitet Peter stets auf seinem Trip. Und auf der dazugehörigen Musikkassette sind Oldies der damaligen Zeit, die dann auch als Soundtrack des Films und vor allem als lustiger Kontrast zu den modernen Sciencefiction-Bildern dienen. Dazu gibt’s noch weitere zahllose Anspielungen aus dem Fundus der Popkultur, so erinnert vieles gar an die alten Star-Wars-Filme. Und selbst der Computerspielklassiker Asteroids wird in einer schönen Szene eindrucksvoll gewürdigt. Kurzum: Auf die Fortsetzung kann man sich jetzt schon freuen.
Guardians of the Galaxy, Regie: James Gunn, 121 Minuten, FSK: 12

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