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Archive for September 2014

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September 24, 2014 1 Kommentar

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Marc Elsberg: Zero. Sie wissen, was du tust

Die Zukunft, wie sie Marc Elsberg in seinem neusten Thriller beschreibt, sieht finster aus. Sie erinnert in ihrem Schrecken an George Orwells düstere Zukunftsvision. Und vor allem hat sein modernes „1984“ längst begonnen. Thema von „Zero. Sie wissen, was du tust“ ist unsere vermeintlich schöne neue digitalisierte Welt, in der nicht nur der Staat, sondern weltumspannende Internet-Unternehmen Daten über uns sammeln und dabei sind, fast alles über uns zu wissen. Ihre Werkzeuge sind unter anderem soziale Netzwerke, sind Twitter und Facebook, und selbst über unsere vermeintlich harmlose Google-Suche lassen sich recht genaue Angaben über uns erstellen. Mit den dabei entstehenden Nutzer-Profilen wird bereits heute ein reger Handel getrieben, um beispielsweise Werbung gezielt zu platzieren.
Das alles ist bekannt, wird unter dem Stichwort „Big Data“ gern und oft diskutiert. Aber Elsberg, der zuvor in seinem Thriller „Blackout“ die Angreifbarkeit unserer Energieversorgung fesselnd beschrieben hat, geht in seinem neusten Buch noch einen Schritt weiter. Er zeigt, wie es einem großen Unternehmen gelingt, das Verhalten seiner Millionen von Kunden über ein soziales Netzwerk und damit verbundenen sogenannten Apps, also digitalen Programmen, nahezu perfekt zu manipulieren und sie dadurch zu besser funktionierenden Menschen zu machen. Da sich für die Nutzer dieser Angebote Erfolge im Beruf, in der Fitness und selbst im sozialen Ansehen schnell sichtbar einstellen, machen fast alle mit, steigern so nicht zuletzt auch den Wert ihrer Daten. Und schon jetzt sind erste Anbieter auf dem Markt, die versprechen, dass zukünftig über sie ihre Kunden ihre Daten selbst verkaufen können.
In diese neue schöne Welt gerät eher zufällig die englische Journalistin Cynthia Bonsant, als sie – auch aus privaten Gründen – über die Internet-Plattform Freemee zu recherchieren beginnt. Ein Netzwerk, in dem auch ihre Tochter aktiv ist, die sich in der letzten Zeit von einem finster gestimmten Grufti zu einem ehrgeizigen jungen Teenager entwickelt hat – unter anderem durch eine App, die ihr in allen Lebenslagen genau auf sie abgestimmte Verhaltensregeln vorgibt. Bei ihrer Recherche wird Cynthia bald unterstützt durch eine Guerilla-Organisation von Datenschützern namens „Zero“. Es gibt einen ersten Toten. Vermutlich noch weitere Todesfälle, für die Freemee verantwortlich ist und die von der Firma sorgfältig in Statistiken versteckt werden. Natürlich macht sich die Journalistin bei all dem mächtige Feinde und gerät schließlich selbst in Lebensgefahr.
Erzählt wird dies äußerst spannend, weil es Elsberg gelingt, die packende Handlung seines Thrillers geschickt zu verknüpfen mit einer genauen und auch für Technik-Laien verständlichen Beschreibung von dem, was in naher Zukunft auf uns womöglich zukommt. Und dass viele der geschilderten Dinge bereits heute machbar sind, sorgt dann beim Lesen für ein richtig ungutes Gefühl.
Marc Elsberg, Zero. Sie wissen, was du tust. Blanvalet, 480 Seiten, 19,99 Euro.

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Mann vs. U-Bahn

September 17, 2014 1 Kommentar

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Vorbildliche Übertragungstechnik

September 16, 2014 1 Kommentar

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Friedrich Ani – Unterhaltung

Seine Tabor-Süden-Krimis sind mehrfach ausgezeichnet und Bestseller. Jetzt hat Friedrich Ani einen Band von Kurzgeschichten vorgelegt, die nahezu alle in seiner Wahlheimat München spielen und eine Welt beschreiben, die den meisten seiner Leser fremd sein wird. Zum Glück. Schön oder friedlich geht’s dort bei den Leuten von ganz unten nämlich wahrlich nicht zu. An der Tagesordnung sind stattdessen Korruption, Gier, Eifersucht, Hass und Liebe. Und der Tod. Und noch mehr Bier, mit das sich die beschriebenen Figuren gern und wie selbstverständlich in den Rausch flüchten. Auch wenn viele der Biersorten in der bayrischen Landeshauptstadt nach Meinung des Autors nicht genießbar sind.
Da tritt beispielsweise ein seltsamer Polizist auf, der schon als Jugendlicher in seinem Dorf eine Tankstelle in die Luft gejagt hat, dafür nie belangt worden ist und der jetzt ein weiteres Attentat plant. Ein Gast in einem Chinarestaurant bringt sich unvermittelt selber um, weil er vermutlich die apokalyptischen Ausdünstungen der gebratenen Nudeln mit Ente nicht ertragen kann. Der Wirt eines Balkan-Imbisses vergiftet mit seinem Essen scheinbar grundlos einen Gast, dazu gibt’s mehrere Runden Spatenbier, „das eigentlich nur Totengräber der Stadt tranken“. Und nach der Tat eine Runde Slivovica für seine Stammgäste. Natürlich tritt auch in mehreren Storys der Detektiv Tabor Süden auf, der gelangweilt, aber gekonnt nach vermissten einsamen Seelen fahndet. Und zwischendurch gibt es herrlich komische Gemeinheiten über Leute zu lesen, die einem medial oft den letzten Nerv rauben.
Das alles klingt zwar oft unglaublich zynisch, ist dabei jedoch auf wundervolle Art von Ani böswillig geschildert, daher stets äußerst unterhaltsam zu lesen. Und manche der oft recht kurzen Stücke in dem Buch erinnern an Gerhard Polt und sogar in ihrer absurden Normalität an Karl Valentin.
Friedrich Ani: Unterhaltung: Geschichten, Droemer Verlag, 320 Seiten, 18 Euro.

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