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Archive for September 2014

Sin City: A Dame to Kill For

Dass es überhaupt einmal taghell wird in dieser finsteren Kriminellen-Metropole, ist wohl eher unwahrscheinlich. Jedenfalls spielt auch „Sin City: A Dame to Kill For“, mit dem dieses bizarre Epos nach langen neun Jahren jetzt im Kino fortgesetzt wird, ausschließlich nachts, auf verdreckten Straßen, in heruntergekommenen Bars und unwirtlichen Appartements. Als Vorlage dienten erneut schaurig schöne Comic-Geschichten von Frank Miller, der mit Robert Rodriguez auch die Regie übernommen hat. Und es gibt ein Wiedersehen mit zahlreichen Figuren aus dem ersten Teil, der allein schon visuell durch seine teilweise kolorierten Schwarz-Weiß-Bilder 2005 für Aufsehen sorgte.
Viel hat sich also nicht geändert. Die Gewalt herrscht weiter in Sin City, das bevölkert wird von obskuren Gestalten, korrupten Politikern und brutalen Gangstern. Und in vier Episoden führt uns nun der Film durch diesen verrückten Frank-Miller-Kosmos. Da erlebt man gleich zu Anfang, wie der irgendwie gutmütige Schläger Marv (Mickey Rourke), einer der wenigen positiven Charaktere, einen Obdachlosen davor schützt, von Jugendlichen angezündet zu werden. Ein nassforscher junger Mann (Joseph Gordon-Levitt) legt sich im Poker ausgerechnet mit dem größten Ganoven (Powers Boothe) der Stadt an. Was für ihn schlimmste Folgen hat. Ein Privatdetektiv (Josh Brolin) erliegt dem erotischen Charme seiner Verflossenen (eine Femme fatale aus dem Bilderbuch: Eva Green) und muss das teuer bezahlen. Und die Prostituierte Nancy (Jessica Alba) versucht, verzweifelt sich an dem Mann zu rächen, der (im ersten Teil) ihren geliebten John (Bruce Willis) in den Selbstmord getrieben hat.
All das wird in so übertrieben grausamen, ja auch zynischen Bildern erzählt, dass man die vorgeführte Gewalt allerdings nie richtig ernst nehmen kann. Und manches scheint gar pubertären Männerphantasien entsprungen zu sein, beispielsweise wenn die Auftritte der schwerbewaffneten und umso leichter bekleideten Prostituierten-Gang stets in einem absurden Gewaltexzess enden. Genießbar ist all dies ausschließlich für Zuschauer, die tiefschwarzen Humor mögen. In den USA war der Film wohl daher trotz des Star-Ensembles ein finanzieller Flop.
Sin City: A Dame to Kill For, Regie: Frank Miller, Robert Rodriguez, 102 Minuten, FSK: 18

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Sex Tape

Sich selbst nackt zu fotografieren oder gar beim Sex zu filmen, mag ja ganz neckisch sein, kann aber peinliche Folgen haben. Vor allem wenn man die Aufnahmen auf seinem Computer oder – noch schlimmer – auf einem virtuellen Datenspeicher schlecht gesichert hinterlegt. Ein abschreckendes Beispiel liefern gerade mehrere weibliche US-Stars und -Sternchen, deren offenherzige Handyfotos von Hackern gestohlen und in diversen Internetforen veröffentlicht wurden. Und manchmal braucht es dafür noch nicht einmal einen bösen Datendieb, sondern es reicht ein schusseliger Umgang mit der Technik.
Genau dies müssen in Jake Kasdans Komödie „Sex Tape“ auch Annie (Cameron Diaz) und Jay (Jason Segel) erfahren. Früher hat das Paar ein äußerst reges Sex-Leben gehabt, wie der Film gleich zu Anfang für eine US-Produktion erstaunlich freizügig zeigt. Doch nach zehn Jahren Ehe und zwei Kindern tut sich bei den beiden nicht mehr allzu viel im Bett. Um mal wieder frischen Wind ins Schlafzimmer zu bringen, schlägt Annie daher vor, einen privaten Sexfilm zu drehen. Das Vorbild und die entsprechenden Stellungen liefert der Aufklärungsklassiker „The Joy of Sex“. Das Resultat ist ein dreistündiger privater Pornofilm, der offensichtlich eher komisch als porno, aber dennoch auf keinen Fall für fremde Augen gedacht ist.
Doch leider begeht Jay beim Speichern des Films auf seinem iPad einen folgenschweren Fehler, wodurch das Video auch auf die Tablet-Computer gerät, die er in den Jahren zuvor aussortiert und großzügig an Freunde und Verwandte verschenkt hat. Und der Zuschauer erlebt nun den verzweifelten Versuch der zwei Porno-Amateure, das Schlimmste zu verhindern. Das ist dann tatsächlich durchaus amüsant anzuschauen, besonders der Auftritt von Rob Lowe als spleeniger Spielzeugfabrikant ist umwerfend komisch. Wobei Lowe sozusagen aus Erfahrung spielt, da er 1988 selbst Opfer eines skandalösen Sex-Tape-Unfalls gewesen ist. Nervig dagegen ist das aufgesetzt wirkende süße Happyend, diverse inhaltliche Ungereimtheiten und die allgegenwärtige Schleichwerbung. Und wer keine Zoten mag, der wird auch diesen Film nicht mögen.
Sex Tape, Regie: Jake Kasdan, 95 Minuten, FSK 12

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Der Schmetterling

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Nette Idee

September 16, 2014 1 Kommentar
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