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TV-Kritik: Drunter & Brüder

Was für ein herrliches Durcheinander: Der knuffige Tierarzt Hubertus (Steve Windolf) und die hübsche Charlotte (Valerie Niehaus) sind ein richtig tolles Paar, das seit dem ersten Tag ihrer Hochzeit regelmäßig leidenschaftlichen Sex hat. Dummerweise hat sie jedoch damals vor zehn Jahren nicht Hubertus geheiratet, sondern dessen älteren Bruder Balthasar (Stephan Luca), einen erfolgreichen Chirurgen. Dieser wiederum ahnt überhaupt nichts von der Affäre seiner Gattin und macht sich sogar Sorgen, dass sein Bruder immer noch keine Frau hat. Dann taucht zu allem Überfluss plötzlich die attraktive Russin Anastasia (Natalia Avelon) auf, in die sich Hubertus sofort verguckt, ohne zu ahnen, dass sie schon längst eine Affäre mit Balthasar hat. Und selbst die Mutter (Charlotte Schwab) dieser beiden Brüder, eine Bilderbuch-Patriarchin, die stets ihren älteren Sohn wegen seines beruflichen Erfolges bevorzugt hat, wandelt plötzlich auf Freiersfüßen, ausgerechnet mit einem Förster. Was ihre beiden Kinder natürlich mächtig verstört.
Doch das ist noch längst nicht alles, was man in der wunderbaren ARD-Komödie „Drunter & Brüder“ erleben kann, die von dem Grimme-Preisträger Ulli Baumann („Nikola“) nach einem offenbar vorzüglichen Drehbuch von Kirsten Peters inszeniert worden ist. Der Film erinnert tatsächlich an klassische amerikanische Screwball-Komödien mit einem angerichteten Beziehungs-Chaos, das bisweilen auch von Woody Allen stammen könnte. Im Mittelpunkt steht Sex, Sex und noch mal Sex, und dennoch wirkt der Film nie schlüpfrig oder neigt zu verklemmten Witzeleien. Das Tempo, auch das der fein abgestimmten Dialoge, ist erstaunlich rasant, selbst wenn in der letzten halben Stunde ein wenig die Luft raus. Dafür ist das Ende dann wieder richtig nett. Die Schauspieler zeigen großes komödiantisches Talent, allen voran Stephan Luca als pragmatischer Balthasar, der Zeit seines Lebens seinen verträumten kleinen Bruder dominiert hat. Und Valerie Niehaus, die eine tolle Hausfrauen-Parodie abliefert und gleichzeitig komisch durchgeknallt scheint. Kurzum: Ein ungewöhnlicher Liebesreigen, der beim Zuschauen wirklich Spaß macht!

ARD, 23.01.2015, 20:15 Uhr
Eins Festival, 27.01.2015, 18:30 Uhr / Eins Festival, 28.01.2015, 07:00 Uhr
Eins Festival, 28.01.2015, 12:30 Uhr

Kategorien:Uncategorized Schlagwörter:
  1. Januar 23, 2015 um 2:21 pm

    Danke für den Hinweis. Das ist doch mal was Nettes zum Wochenende einläuten. LG sk

  2. Januar 24, 2015 um 4:19 pm

    Ja, wirklich sehr unterhaltsam.

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