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Kritik: The Fades

Juli 13, 2012 2 Kommentare

An „Tage des Grauens“ erinnert zwar auch das derzeit laufende Fernseh-Sommerprogramm. Doch das Horror-Special, das ZDFneo bis kommenden Mittwoch unter diesem Titel ausstrahlt, ist dagegen ein wahrer, wenn auch blutroter Lichtblick im müden Wiederholungseinerlei der meisten TV-Sender. Und im Mittelpunkt dieser Woche des wohligen Schreckens steht die sechsteilige BBC-Serie „The Fades“. Sie ist in England mit dem höchsten britischen TV-Preis als beste Dramaserie noch vor „Sherlock“ ausgezeichnet worden, eine Fortsetzung ist dennoch aus finanziellen Gründen zur Zeit äußerst fraglich – trotz großer Proteste von Fans im Internet.

Auf dem ersten Blick fühlt man sich in eine Jugendserie versetzt. Im Mittelpunkt steht der Teenager Paul (Iain De Caestecker), der mit seinem Freund Mac (Daniel Kaluuya), einem Filmfreak, eher zu den Außenseitern auf seiner Schule gehört. Zudem leidet er offenbar stark unter der Scheidung seiner Eltern, besucht sogar deswegen einen Therapeuten. Und seit einiger Zeit quälen ihn nachts schlimme apokalyptische Albträume. Pauls Alltag ist also alles andere als schön. Doch es kommt noch unschöner. Als er eines Abends mit Mac durch die Gegend zieht, erscheinen ihm plötzlich übernatürliche Geisterwesen. Da nur er sie sehen kann, beginnt er an seinen Verstand endgültig zu zweifeln.

Doch dann trifft er auf einen geheimnisvollen Fremden namens Neil (Johnny Harris), der offensichtlich die gleiche übersinnliche Gabe besitzt. Dieser erklärt ihm, dass die Geisterwesen sogenannte „Fades“ sind, die nur wenige Menschen, die „Angelics“, wahrnehmen können. Und bei den Fades handelt es sich nach Neils Worten um die zurückgebliebenen Geister gerade Verstorbener, denen der Übergang in eine andere Welt aus verschiedenen Gründen nicht gelingt. Sie wandern nun spukend ziellos umher, was ja eigentlich keinen stören würde. Aber nicht alle Fades sind harmlos. Und besonders schlimm treibt es ein gewisser Polus (Ian Hanmore), der für Schrecken und Unheil unter den Menschen sorgt. Und die einzigen, die das Treiben stoppen können, sind Angelics wie Paul.

Klingt vielleicht ein bisschen wirr, wird aber in der Auftaktfolge dann doch recht gut und anschaulich erklärt. Und wer öfter vergleichbare Serien mit übersinnlichen Stoffen sieht, findet sich sowieso schnell in „The Fades“ zurecht. Viel Neues, wenn es um das Übernatürliche geht, hat der BBC-Mehrteiler nämlich nicht zu bieten. Viele der verwendeten Motive sind sattsam bekannt, und man wird dabei an Filme und Serien erinnert wie „The Sixth Sense“, „The Walking Dead“ oder „American Horror Story“. Doch der Spruch „Lieber gut kopiert, als schlecht selber ausgedacht“ trifft auf diese Serie voll zu.

Das Team um Regisseur Warren Blackburn und Autor Jack Thorne geht äußerst geschickt mit den bekannten Versatzstücken um, konzentriert sich zudem auf die Spukgeschichte und verzichtet angenehmerweise auf romantischen Firlefanz, den man aus heutigen Vampir-Serien kennt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Und die Effekte haben durchaus Kinoformat. Leider enden die sechs Folgen mit einem Cliffhanger, der durch den vorläufigen Verzicht auf eine zweite Staffel nun erst einmal nicht aufgelöst wird.

Weitere Höhepunkte: Bei den „Tage des Grauens“ dürfen natürlich auch Klaas und Joko nicht fehlen, die am 13. Juli, um 21.55 Uhr, eine Horrorausgabe ihre Comedyshow präsentieren. Außerdem zeigt ZDFneo die Spielfilme „The? Unborn“ (13.7.), „American Werewolf in Paris“ (14.7.), „Rammbock“ (15.7.) und „Blair Witch Project“ (17.7.).

The Fades, ZDFneo, 13.07., um 22.40 Uhr (täglich bis einschließlich Mittwoch)

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