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Posts Tagged ‘BigBrother’

Das „Big Brother“-Desaster

Da haben die Sektkorken beim kleinen Spartensender Sixx womöglich doch etwas zu voreilig geknallt. Während die Einschaltquoten der dort nach vierjähriger Sendepause seit vergangenen Dienstag ausgestrahlten 12. „Big Brother“-Staffel noch mehr als ordentlich waren, verlor die Sendung am Freitagabend fast die Hälfte ihrer Zuschauer. So hatte die Eröffnungsshow noch einen Marktanteil von 4 Prozent, am Mittwoch und Donnerstag lag er bei 2,8 beziehungsweise 2,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Dann am Freitag ging es bergab auf 1,6 Prozent. Eine Zahl, die gerade noch rund 250.000 Zuschauer entsprach und damit sogar unter dem sonst recht niedrigen Marktanteil von Sixx lag. Und dieser Abwärtstrend setzte sich am Sonnabend noch fort.

Dabei hatten sich die Verantwortlichen von der kostspielig produzierten Sendung vor allem mehr Aufmerksamkeit für das Programm ihres vermeintlichen Frauensenders erhofft. Genau die blieb jedoch bisher aus. In den Medien kommt die Container-Show, die bis kurz vor Weihnachten laufen soll, kaum vor. Und auch online, bei Twitter beispielsweise, spielt die Sendung eine eher bescheidene Rolle. Das war vor 15 Jahren, als zum ersten Mal im Deutschen Fernsehen „Big Brother“ von RTL 2 gesendet wurde, noch ganz anders. Große Teile des Publikums zeigten sich damals schockiert, dass die Teilnehmer der Show rund um die Uhr von Kameras dauerüberwacht wurden. Selbsternannte Moralapostel von Otto Schily über Roland Koch bis zu Vertretern der katholischen Kirche dachten laut über ein Verbot nach, das dann auch tatsächlich von den Landesmedienanstalten überprüft wurde. Und soviel Empörung sorgte natürlich erst recht für immer mehr Zuschauer – auch im Netz, wo die live übertragenden Bilder zum ersten großen deutschen Internetspektakel wurden und die dazugehörige Netzseite die bestbesuchte Europas war.

Im Lauf der Jahre ließ das Publikums-Interesse an den folgenden Staffeln jedoch stetig nach. Nicht zuletzt weil ständig neue, aber ähnlich gestrickte Reality-Shows im Fernsehen liefen, und es heute im Zeiten von Facebook und Co. sowieso nichts besonders mehr ist, noch so Privates öffentlich zu zeigen. Vor vier Jahren war dann Schluss mit dem großen Bruder. Als kleine Alternative hat sich inzwischen „Promi-Big Brother“ auf Sat.1 etabliert mit mehr oder weniger bekannten Teilnehmern, die sich öffentlich bewusst zum Affen machen – wegen des Preisgeldes und vor allem wegen der erhofften Aufmerksamkeit. Dennoch war die Neugierde auf die 12. Staffel jetzt recht groß, versprach man doch ein wenig nostalgisch ein Back to the Roots, ein Zurück also zu den Anfängen, mit unverbrauchten und vor allem „normalen“ Kandidaten. Und alles was irgendwie „retro“ ist, kommt derzeit ja gut an.

Doch schon bei der mit drei Stunden quälend langen Eröffnungsshow, durch die Moderator und „Big Brother“-Urgestein Jochen Bendel („Ruck Zuck“) wie durch einen bunten Nachmittag im Kinderfernsehen führte, war bei vielen die Ernüchterung groß. Einige der Teilnehmer kannte man halt schon aus diversen anderen Reality-Formaten. Offenbar ist die Anzahl der Leute, die an solch einem Format teilnehmen eher beschränkt. Leider genauso wie das Bildungsniveau der meisten Mitwirkenden, deren rhetorische Ergüsse beim Zuhören bisweilen sogar böse Schmerzen bereiten und dann den Aus- und Umschaltreflex heftig reizen. Zudem hören Tattoos und Nasenringe genauso wie künstlich aufgepeppte Brüste und Lippen offenbar zur Grundausstattung eines „Big Brother“-Teilnehmers, dessen allergrößtes Lebensziel mehr „Likes“ auf Facebook ist. Von „Normalos“ also keine Spur.

Zumindest beim Sendekonzept setzt man jedoch auf Altbewährtes. So verzichtet man zwar diesmal auf eine Aufteilung in einen armen und einen reichen Bereich, dafür gibt es aber die gewohnt sinnfreien Tages- und Wochenaufgaben und bei Versagen droht dann die obligatorische Kohlsuppe. Um das Einschaltquoten fördernde Sexleben in der Fernseh-WG zudem ein wenig anzuregen, teilen sich jeweils zwei Teilnehmer ein nur 1,60 Meter breites Bett samt einer Decke. Und es gibt sogar – wie bestellt – einen echten „Bad Guy“ mit dem langbärtigen Wiener Schauspieler Hans-Christian, der gekonnt die anderen Teilnehmer gegen sich aufbringt und das dann genüsslich in den knapp einstündigen Tageszusammenfassungen kommentiert. Aber ob das die ansonsten arg müde Show letztlich noch retten kann, bleibt abzuwarten. Und für die Teilnehmer wird es wohl anschließend noch nicht einmal zu einer Einladung bei Markus Lanz reichen. Aber ein paar zusätzliche Likes bei Facebook werden dennoch bestimmt drin sein.

Karriere-Booster

„Big Brother“, versprach bei der Einzugsshow Moderator Jochen Bendel, sei ein „Karriere-Booster“ („Förderer“). Doch davon kann wahrlich nicht die Rede sein. Richtige „Big Brother“-Karrieren gibt es kaum, die meisten Teilnehmer kennt heute kein Mensch mehr. Und selbst ein Zlatko, der wegen seiner bildungsfern lustigen Sprüche für kurze Zeit tatsächlich berühmt war, arbeitet längst wieder in seinem alten Beruf als Kfz-Mechaniker. Aber es gibt ein paar bescheidene Ausnahmen. Zum Beispiel Zlatkos-Kumpel Jürgen Milski. Er moderierte lange Zeit Quizshows bei 9Live und verdient heute seinen Lebensunterhalt als Schlagersänger auf Mallorca. Alida, die Siegerin von Staffel zwei, preist heute Produkte beim Shopping-Kanal „Channel21“ an. Brummbär Harry Schmidt hat seit 2002 eine Rolle als Kneipenwirt im „Großstadtrevier“. Walter Unterweger, Frauenschwarm aus Staffel zwei, mischte erst bei der Daily-Soap „Marienhof“ mit und arbeitet inzwischen als Arzt in Berlin. Der querschnittgelähmte Extremsportler Thomas Hoffmarck aus Staffel sechs ist heute mit einem Rollstuhlakrobatik-Act auf dem Hochseil zu bewundern und brachte es damit sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. Dann ist da noch Alex Jolig aus der ersten Staffel. Er brachte es immerhin zu einem gemeinsamen Sohn mit Jenny Elvers. Und das muss Mann erst einmal schaffen.

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Immer diese Polen …

August 7, 2011 1 Kommentar

Aber es gibt ja auch Leute, die für die Live-Bilder aus der Kölner BigBrother-Unterkunft Geld bezahlt haben. Und wenn es gerecht zugehen würde, dann erhielten sie jetzt von RTL2 und Endemol ein deftiges Schmerzensgeld für die dümmste, langweiligste und einfallsloseste Staffel aller Zeiten. Mit Bewohnern,  deren Talentlosigkeit rekordverdächtig ist und die sich dennoch schon jetzt für kommende Stars halten – obwohl selbst der Sender 9Live kein Bedarf mehr hat an dumm-dreisten Moderatoren. In dieser Staffel gibt es wirklich keinen Bewohner, dem man den Sieg und damit das Preisgeld gönnen würde. Selbst nicht Karpfenmaul Ingrid und Engelflüsterer Rayo. Und das sind noch die angenehmsten Figuren in diesem unterirdischen Gruselteam.

Das BigBrother 11-Tagebuch

 

 

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Wurde auch Zeit

„Klaus und Robert analysieren die Frauen im Haus“ – Fotos

„Robert weiß nicht, was das für Frauen im Haus sind, er kennt so was Hysterisches draußen nicht.
Klaus kennt draußen beides, aber Robert geht draußen solchen direkt aus dem Weg. Wenn man es schon nötig hat in der WG mit Stöckelschuhen und Röckchen rumzulaufen.“ mehr …

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Die Welt von morgen von der Oststadt aus gesehen (7)

Man will ja wirklich nur eins: Das aktuelle Sportstudio (und den einzigartigen Rolf Töpperwien) sehen zu einer halbwegs noch erträglichen Uhrzeit. Und das ist doch wohl nicht zuviel verlangt.

Zwei ausgewiesene Fußballkenner beim Fachsimplen: Arnd Zeigler (32) und Rolf Töpperwien (74)

Dennoch scheitert fast jeden zweiten Samstag dieser Wunsch an Nervköppen, Langweilern oder halbseidenen Unterhaltungskünstlern wie Thomas Gottschalk oder – und jetzt wird es ganz düster, ja richtig bös trübe (hähä!) – Carmen Nebel, die einen dann bis kurz vor Mitternacht quälen. Gestern war wieder so ein Abend, und da es fernsehtechnisch trotz hunderter Programme kaum Alternativen gab, hab ich gut eine halbe Stunde lang Big Brother auf Sky geschaut.

Und zum Glück bin ich kein Außerirdischer, denn sonst hätte ich so den Eindruck vermittelt bekommen, dass sich die Menschheit teilt in Friseurinnen und Porno-DarstellerInnen samt sozialpädagogischen Zuschlag. Andere Berufsgruppen fallen in der aktuellen Staffel von Big Brother jedenfalls nicht weiter auf. Und ob nun eine Dumpfsocke wie Tobi Barmixer oder ein Windbeutel wie Daniel Prospektverteiler ist, was soll’s? Außerdem, würde der Außerirdische lernen, hat die eine Hälfte der Menschenfrauen künstliche rund-fette Brüste (waren nicht billig!) und die andere wünscht sich welche. Auch der sozialpädagogische, der wünscht jedoch klammheimlich. Und wovon die Männer der Friseurinnen und Porno-Darstellerinnen (Sozialpädagoginnen haben bekanntlich keine Männer) träumen, das wollen wir und die Außerirdischen gar nicht erst wissen.

BigBrother: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Egal. Wesentlich amüsanter als die Frage, ob Big Brother nicht doch ein recht genaues Spiegelbild der bundesdeutschen Gesellschaft ist, ist die These, die ich am heutigen Morgen im Radio gehört habe. Demnach, hieß es dort, seien die einstürzenden Neubauten nicht nur in Köln direkte Folge der kommunalen Sparmaßnahmen. Und das ist, habe ich dann spontan in Gedanken ergänzt, wie eben bei den sparwütigen Zeitungsverlagen. Nur deren Neubauten sind aus schnödem Papier. – Das hat dann übrigens meinen Tag gemacht …

BigBrother immer spannender

von floflo:

„hm………idee einer idealen lösung.

feuerwehrübung. so mit bissl wolkchen, rauch und so. am ende der übung husten klaus und carlos.
beide kommen ins krankenhaus -und bleiben weg. in der wirklichkeit fährt klaus nach malle……..prospekte verteilen.
carlos fliegt nach malediven mit harald. (und BB zahlt aufenthalt im 5st.ressort) montag wird uwe rausgewählt.“

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Ein Mann dreht ab

Neue Fotos von Porno-Klaus

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Das war knapp!

„Kristina brüllt im roten Schlafzimmer: ‚Eine Spinne, eine Spinne‘.
Uwe nimmt sie in die Hand, alle laufen kreischend weg.
Klaus: ‚Gib her, ich ess sie‘.
Uwe bringt sie raus.“

Zitiert aus: Big Brother 10 – Das Tagebuch

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