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Posts Tagged ‘HAZ’

Mobiles Mops-Konzert

So schnell ist unser Mops Oskar nicht aus der Ruhe zu bringen. Selbst die Knallerei zu Silvester ignoriert er meist laut vor sich hin schnarchend. Und auch das irre laute Spektakel, mit dem Sonnabendfrüh die Altglas-Container vor unserem Haus geleert werden, werfen nur mich jede Woche wieder fluchend aus dem Bett. Aber eins kann unser Oskar, der inzwischen drei Jahre alt geworden ist, nicht ab: Autofahren. Und diese Abneigung bekommen alle Mitfahrenden nachdrücklich zu hören.

Als wir kürzlich meine Mutter im schönen Weserbergland mal wieder besucht haben, ließ sich Oskar wie immer nur mit sanfter Gewalt überhaupt bewegen ins Auto zu steigen. Das heißt: Wir mussten ihn, der auf störrischen Esel machte, mit der Leine ins Fahrzeug ziehen. Dort wurde er angeschnallt, was er nur recht widerwillig mit sich geschehen ließ. Und danach hat er sich während der gut anderthalbstündigen Fahrt keineswegs hingelegt oder entspannt aus dem Fenster geschaut, nein, er blieb die meiste Zeit auf der Rückbank stehen und gab gar fürchterliche Töne von sich: Mal herzergreifend wimmernd, dann nervig winselnd oder kläglich jammernd.

Gegen solch ein mobiles Mops-Konzert ist wirklich kein Kraut gewachsen. Oskar macht unaufhörlich weiter, egal ob man ihn völlig ignoriert, sanft anspricht oder sich mit Ratschlägen wie „Lies doch mal ein Buch!“ lächerlich macht. Doch wenn wir dann endlich am Ziel angekommen sind, ist er schlagartig wieder mopsfidel, springt fröhlich aus dem Auto und läuft schnurstracks in die Küche meiner Mutter. Dort, das weiß er seit der ersten Fahrt, gibt es die geliebten Leckerlis; und zwar so reichlich, dass auch sie nicht ohne Folgen bleiben.

Bei der abendlichen Rückfahrt nach Hannover ist Oskar nämlich meistens ungewöhnlich ruhig, ja, ab und an legt er sich sogar entspannt hin, um die Fahrt über die vielen Leckerlis zu verdauen. Was ja für uns eigentlich ein Segen wäre, wenn seine Blähungen nicht so erbärmlich riechen würden. Auch dagegen ist leider kein Kraut gewachsen. Und ein Magenbitter ist ja wirklich nichts für Möpse.

Da der Text kein „Lokalkolorit“ enthält, ist er nicht in der HAZ-Reihe Lüttje Lage erschienen.

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Oststädter Netzgeflüster

August 2, 2012 1 Kommentar

Zeitungskrise immer doller

Tageszeitungsleser (also ich auch) schauten am heutigen Tag dumm aus der Wäsche, als sie ihr Blatt morgens aus dem Briefkasten holen wollten. In meinem Revier, Bödeker-/Friesenstraße, blieben die Briefkästen leer. Keine Zeitungen waren zugestellt worden. Und die Abonnenten mussten sich ihr Blatt notgedrungen am nächsten Kiosk kaufen. Der meldete dann bereits am Mittag: Hannoversche Allgemeine (HAZ) und Süddeutsche ausverkauft! Dennoch ergab eine Spontanumfrage ein überraschendes Ergebnis: etwa 50 Prozent der Abonnenten der HAZ haben demnach gar nicht gemerkt, dass ihre Zeitung fehlte. Grund: Sie haben die HAZ mit dem Hannoverschen Wochenblatt verwechselt, das an diesem Tag, wie stets, pünktlich im Briefkasten lag. Kann mal vorkommen. Die Ähnlichkeit ist ja auch verblüffend.

30 Jahre Chaostage

Die Jubiläumsfeiern sollen ja an diesem Wochenende in Hannover über die Bühne gehen. Wie viel Punks anreisen werden, ist noch völlig offen. Getrommelt für diesen Event, den Hannovers Imagepfleger dummerweise völlig ignorieren, wird vor allem in einer eigenen Facebook-Gruppe – mit immerhin 1000 Mitgliedern! Schätzungen gehen jedoch eher von 50 bis 200 anreisenden Personen aus. Was ja nicht viel ist, aber auch nicht weiter wundert, weil sich der Chaostage-Marketingchef, Karl Nagel, inzwischen zur Ruhe gesetzt hat. Und ohne die richtige PR funktioniert eben auch kein Chaos. Aber immerhin plant Nagel, wie er in seinem Blog schreibt, fürs Wochenende eine „Foto-Safari“ in Hannover. Motive wird es ja genug geben. Schließlich wollen am Samstag auch die Nazis auf den Putz hauen. Aber auch die zu erwartende polizeiliche Nazi-Käfighaltung ist bestimmt für ein paar hübsche Bilder gut.

 

Olympische Spiele: Carsten Schmidt rettet Deutschlands Ehre

Nachdem am Wochenende die deutschen Sportler keinen einzigen Blumentopf gewonnen haben, schrieb HAZ-Sportredakteur Carsten Schmidt in seiner Zeitung einen flammenden Kommentar. Darin griff er die Versager (sprich: Athleten) massiv und wortgewaltig an. Ja, er prangerte sie an, geißelte ihr Versagen, brandmarkte sie, forderte eine Überprüfung der staatlichen Zuschüsse und die Entlassung der verantwortlichen Versager-Trainer. Und war beim Schreiben seines Kommentars offenbar kaum noch zu stoppen. Kaum war der Text gedruckt, flutschte es plötzlich medaillenmäßig in London. – So hat Schmidt uns also vor einer Blamage gerettet und dabei die Macht der Presse eindrucksvoll demonstriert.

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Lena, die 2te

Mai 30, 2010 1 Kommentar

Die HAZ beim Arbeiten beobachtet:

„12:07 niggi: bei den kollegen aus hannover ist die begeisterung gerade ein bisschen gekippt in die panik, was sie deshalb alles heute noch arbeiten müssen. und morgen. und dann.“

Foto: Oslog.tv, Imre Grimm (links) und Jan Sedelies in Oslo

Hübsche Lena-Fotos aus Oslo

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