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Posts Tagged ‘Mops Oskar’

Mops-Orakel

Juni 27, 2012 2 Kommentare

Gleich vorweg die gute Nachricht: Deutschland schlägt im Halbfinale am kommenden Donnerstag Italien. Das genau Ergebnis konnte zwar nicht ermittelt weiter, aber: „Hauptsache weiter!“ (ARD-Beckmann) Den Tipp fürs Spiel – ach, was sage ich – die exakte Voraussage verdanke ich unserem Mops-Orakel. Denn das hat doch noch gefehlt angesichts der Kühe, Kraken, Kakadus und so weiter, die europaweit derzeit für die Fußballergebnisse offenbar zuständig sind. Und die Idee, unseren Mops Oskar zum Expertentipp zu überreden, kam mir, als ich kürzlich im Fernsehen in einem „EM-Splitter“ (ZDF) einen Eisbär gesehen habe.

Das war natürlich kein normaler Eisbär, der den lieben langen Tag in seinem Zoo auf der faulen Haut liegt und zwischendurch höchstens mal einen Hering verputzt. Einen Fisch, den sein Wärter natürlich maulgerecht serviert. Sondern der Eisbär, war ein Eisbär-Orakel! Man sah also, wie dieses weiße Orakel aus seiner künstlichen Höhle lugte, dann langsam heraustappte und vorsichtig auf zwei Kartons in seinem Gehege zuging. In denen hatten die menschlichen Orakel-Beauftragten vorher Fleisch gepackt und sie anschließend mit den Ländernamen Deutschland und Griechenland gekennzeichnet. Was das gute Tier natürlich nicht beeinflusste, da Eisbären bekanntlich im allgemeinen und Eisbär-Orakel im besonderen nicht lesen können.

Und dann geschah es. Nach kurzem Zögern stürzte sich das Eisbär-Orakel auf den Deutschland-Karton, riss ihn auf, fraß das Fleisch und unsere Mannschaft gewann gegen Griechenland 4:2. Diese Szenen überzeugten mich so sehr, dass ich es vorm nächsten Spiel gleich mit unserem Mops Oskar als Orakel versuchte. Statt Kartons voller Fleisch dachte ich erst an Leberwurstbrot und Salami-Sandwich, aber da Oskar für Leberwurst alles stehen lässt, entschied ich mich für „neutrale“ Leckerlis. Sie legte ich schön ordentlich nebeneinander, eins stand für Italien, das andere für Deutschland. Und dann ließ ich Oskar, der das Ganze eher gelangweilt beäugt hatte, los. Und siehe da, er fraß nach ganz kurzem Zögern zuerst das Deutschland-Leckerli.

Fernsehsender, die vorm Endspiel noch kein eigenes Orakel besitzen, können sich gern bei mir melden. Aber so eine Spiel-Voraussage ist nicht billig. Und alle Angaben sind natürlich ohne Gewähr!

 

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Sofakrise

Martin Rütter spinnt. Der bekannte und meist ja durchaus witzige Hundetrainer, der inzwischen mit seiner Show die größten Hallen dieses Landes füllt, hat kürzlich in seiner Sendung auf dem Sender Vox Unglaubliches verlangt. Er berät dort Prominente im Umgang mit ihren Hunden, und der Mops-Besitzerin Elke Heidenreich empfahl er tatsächlich, für ein paar Tage ihren Vierbeiner nicht aufs Sofa zu lassen. So sollte er kapieren, wer Herr beziehungsweise Dame im Haus ist.

Verständlicherweise reagierte Heidenreich entsetzt. Und ich vorm Fernsehschirm ebenfalls. Mops und Sofa gehören schließlich einfach zusammen. Zudem hat es für den Menschen was unglaublich Beruhigendes, wenn neben ihn angekuschelt ein Mops vor sich hin schnarcht. Und was, lieber Herr Rütter, spricht eigentlich dagegen, wenn Möpse das Sagen in unseren Wohnungen, Häusern und sogar in unserer Gesellschaft hätten? Schlimmer als unter der jetzigen Regierung würde es unter einer Mops-Regierungskoalition auch nicht werden. Zumindest hätte dann jeder Bürger Recht auf ein gemütliches Sofa.

Wie wichtig für die Existenz und besonders das Wohlbefinden eines Mopses ein solches Möbelstück ist, habe ich kürzlich erst wieder zu spüren bekommen. Und Schuld, das kann man leider nicht anders sagen, haben meine zwei weiblichen Mitbewohnerinnen gehabt. Sie haben nämlich eines bösen Tages kurzerhand mein zugegeben arg hinfälliges Sofa entsorgt. Und durch einen – ebenfalls zugegeben – bequemen Sessel ersetzt. Als ich nun am Morgen danach im Sessel und eben nicht auf dem Sofa ausführlich Zeitung gelesen habe, hat wie immer unser Mops Oskar vorbeigeschaut, um es sich neben mir auf dem Sofa gemütlich zumachen. Bloß das Möbel ist ja nicht mehr da gewesen. Frustriert ist er von dannen gezogen, um kurz danach noch mal bei mir vorbeizuschauen. Natürlich wieder vergeblich.

Das Spiel hat sich noch ein paar Mal wiederholt. Oskar hat immer zerknitterter geschaut, völlig verunsichert und ratlos gewirkt. Bis er die rettende Idee gehabt hat. Kurzerhand ist er auf den Sessel gesprungen, wie eine Katze auf die Rückenlehne geklettert. Und hat kurz danach dort schon zu schnarchen begonnen. Vermutlich hat er von einem ganz bequemen Sofa geträumt.

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Mops unterm Baum

Mitten in seinem Wohnzimmer stand plötzlich ein Baum. Ein ziemlicher Schock für unseren Mops Oskar. Und das auch noch zu Weihnachten! Aber das war nicht das einzige was unseren Kleinen während der Festtage irritierte. So wurde er gleich am Nachmittag des Heiligen Abends zu seiner Verblüffung tatsächlich aus seinem Lieblingsraum, dem Zimmer meiner Frau, ausgesperrt. Zuvor hatte er nämlich versucht mit den Weihnachtsgeschenken, die eingepackt werden sollten, zu spielen. Oder die süßen Leckereien, die jetzt unter dem geschmückten Weihnachtsbaum lagen, genüsslich zu verzehren.

Solche leckeren Köstlichkeiten mussten also vor einem wie immer hungrigen Mops geschützt werden. Und so wurde Oskar kurzer Hand vor die Tür des Weihnachtszimmers gesetzt. Was er anfangs verwundert und dann zunehmend störrisch zur Kenntnis nehmen musste. Selbst sein missglückter Versuch, aus Protest wie ein Wolf zu heulen oder wie ein kräftiger Bernhardiner an der Tür zu kratzen, half nicht. Die Tür blieb zu. Und was hinter ihr geschah, das blieb für ihn ein wundersames Geheimnis. Kurz: Oskar war ziemlich frustriert.

Aber es sollte für unseren Kleinen noch härter kommen. Als es Zeit zur Bescherung war, wurde er nämlich plötzlich an die Leine genommen. So angeleint durfte er dann wieder in das Zimmer meiner Frau, wurde dort aber am Klavier angebunden. Und das war jetzt offenbar ein richtiger Schock für ihn, mit dem er mit allen Tönen, die ihm zur Verfügung stehen, sofort protestierte. Zum Glück hat er jedoch zu bellen vergessen. Und erst ein getrocknetes Schweineohr, auf das er dann herumkatschte, konnte ihn schließlich beruhigen.

Aber das Ganze hat für ihn und ein wenig auch für uns dann doch noch ein weihnachtliches Happyend gehabt. Nachdem nämlich alle Geschenke überreicht und anschließend vor Oskar in Sicherheit gebracht waren, wurde er wieder losgebunden. Und nachdem er alles ausgiebig beschnüffelt hatte, legte er sich ganz zufrieden unter den Weihnachtsbaum mit dem Kopf auf den Ständer und begann so heftig zu schnarchen, dass das gleich für eine ganze Tannenbaum-Plantage gereicht hätte.

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Ausgerechnet ans Sofa

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Hundeführerschein

Mai 30, 2011 2 Kommentare

„Willst Du mich verarschen?“, war die spontane Reaktion unseres Besuchs aus Österreich, als ich ihm beim Abendessen vom neuen Hundeführerschein erzählte. Von dem wir übrigens auch betroffen sind, weil wir unseren Mops Oskar erst ein Jahr haben. „Da“, sagte unser Besuch weiter, „werden mit unschöner Regelmäßigkeit Kinder von ihren Eltern schlecht behandelt oder gar misshandelt, da passiert kaum etwas. Stattdessen prüft ihr jetzt lieber von Amts wegen Hundehalter auf Herzen und Nieren“. „Hast ja Recht“, antwortete ich. „Aber wenn sich der Hundeführerschein bewähren sollte, gibt es bestimmt bald auch einen für Eltern. Es sei denn, unsere CDU-FDP-Regierung erinnert sich in diesem Fall plötzlich daran, dass sie eigentlich Bürokratie abbauen wollte.“

Jetzt also erst einmal einen Hundeführerschein, den niedersächsische Hundehalter allerdings erst ab Sommer 2012 besitzen müssen. Da wiederum haben wir dann unseren Oskar ja zwei Jahre lang und wären somit eigentlich nach den Bestimmungen davon befreit. Aber wer – außer den Bürokraten – kennt sich schon mit Gesetzen so genau aus. Und da wohl meine Frau das amtliche Papier erwerben wird, weil ich selber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so mobil bin, haben wir eine Zeitlang sogar befürchtet, dass nur noch sie als Führerscheininhaberin zukünftig mit Oskar legal Gassi gehen dürfte.

Diese Befürchtung stellte sich allerdings als falsch heraus. Weil nach dem Gesetz man nur einen Führerschein pro Familie benötigt. Dessen Besitzer trägt dann die Verantwortung auch für Leute wie mich, die keine staatlich geprüfte Ahnung beispielsweise von dem Wesen ihres Mopses haben. Und die zudem dazu neigen, auch mit Hunden antiautoritär umzugehen. Ich weiß, das geht nicht und ist falsch. Aber so bin ich nun einmal. Leider? Oder Gott sei Dank?

Jedenfalls kümmert sich der Staat, genauer: das Land Niedersachsen nun endlich um die Hunde, die Menschen sind dann als nächstes dran. Und unserem Oskar ist das sowieso alles völlig egal. Auch die Lästereien von Leuten wie unserem Besuch aus Österreich, der natürlich unbedingt noch anmerken musste, dass wir Deutsche uns mir Führern und dem rechten Schein ja sowieso gut auskennen würden. Das, dachte ich, muss der als Österreicher gerade sagen.

dazu:

Die Welt: „Hundeführerschein“ für Anfänger Pflicht

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Sauwetter

Mops und Schnee passen zusammen wie Lakritze und Spinat. Also überhaupt nicht. Was man ja auch als Mensch irgendwie verstehen kann. Doch das tierische Drama mit dem kalten Wetter beginnt meist schon in der warmen Wohnung. Wenn unser Mops Oskar beim frühmorgendlichen Gassi gehen mal wieder feststellen muss, dass man bei einem solchen Sauwetter eigentlich keinen Hund vor die Tür jagt, ist für ihn der Tag gelaufen. Von nun an hat er den ganzen Tag über keine Lust mehr rauszugehen, liegt lieber leise vor sich hin pupsend in seinem Körbchen oder heftig schnarchend auf dem Sofa.

Doch dummerweise haben sogar Möpse regelmäßig Bedürfnisse, die sie nur im Freien verrichten sollten. Dass es nicht wie bei Katzen auch Hundeklos gibt, ist wirklich eine Kulturschande oder einer der unerklärlichen Irrtümer der Natur. Jedenfalls muss ein Hund mehrmals täglich vor die Tür. Also auch unser Oskar. Und von dieser Regel gibt es keine Ausnahmen, auch nicht wenn es nass schneit und eiskalt stürmt.

Bloß unser Kleiner weiß ja bereits seit dem frühen Morgen, dass es draußen so richtig ungemütlich ist. Und obwohl er eigentlich dringend muss, hat er – verständlicherweise! – keine Lust vor die Tür zu gehen. Wenn man ihn dann anleinen will, legt er sich in seinem Körbchen fast automatisch schon auf den Rücken und streckt alle Viere von sich. So kommt man zum einen kaum an sein Halsband heran und zum anderen kann man ihn so natürlich bestens am Bauch streicheln. Was er dann auch sichtbar genießt.

Hat man ihn doch irgendwann angeleint, denkt er gar nicht daran aufzustehen. Nur mit sanftem Druck und sachlicher Beharrlichkeit folgt er einem schließlich nach draußen mit einer völlig angewiderten Körperhaltung. Ungewöhnlich schnell sucht er sich dort dann einen passenden Platz, hebt schleunigst das Bein (Ja, das macht Oskar jetzt auch!) und verrichtet kurz danach genauso zügig auch das große Geschäft. Anschließend gibt es kein Halten mehr. Er will sofort zurück in die Wohnung, wo er glücklich, die Zumutung überstanden zu haben, herumrennt und –hüpft. Bis er sich wieder in sein Körbchen oder aufs Sofa legt, um erschöpft vor sich hin zu schnarchen. Man soll ja auch als Mops nichts übertreiben.

 

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Rülpsen

September 22, 2010 1 Kommentar

Das Leben ist selbst in meinem fortgeschrittenen Alter doch noch für Überraschungen gut. Jedenfalls war das so am vergangenen Mittwoch, als meine Frau plötzlich fragend feststellte: „Hast Du das eben gehört? Er hat gerülpst.“ Er ist natürlich Oskar, unser Mops, der inzwischen mit gut vier Monaten langsam zum sogenannten Junghund heranwächst. Auch wenn er sich oft noch wie ein chaotischer Welpe aufführt. Und wer es nicht weiß: die Junghund-Zeit ist ungefähr das, was beim Menschen die Pubertät ist. Das habe ich allerdings auch erst lernen müssen.

Unser Fast-schon-Junghund hatte also gerülpst. Für uns eine nicht überhörbare Premiere. Und der Grund für dieses zumindest für uns ganz nette, ja durchaus witzige Geräusch war ein Stück von einem getrockneten Schweineohr. Darauf hatte Oskar zuvor gut eine halbe Stunde lang herumgekatscht, um den übrig gebliebenen Rest dann auf einen Schlag hinunterzuschlingen. Ein offensichtlich gesalzenes Vergnügen, denn anschließend schlabberte unser Kleiner durstig jede Menge Wasser – und die Folge war eben ein deftiger Hunderülpser.

Nun rülpst er also auch, nur mit dem Bellen will es nicht so recht klappen. Das scheint eine für Menschenohren durchaus angenehme Schwäche von Möpsen zu sein, denen man vieles nachsagen kann, aber auf keinen Fall dass sie kläffen würden. Mops-Bellen klingt so, als ob ein heiserer Goldfisch verzweifelt nach Luft schnappt. Und das ist bekanntlich nicht allzu laut. Zwei-, dreimal hat unser Oskar bisher mehr aus Versehen leise und kurz gebellt – im Wachzustand! Dagegen neigt er bisweilen im Schlaf dazu mit kurzen Bell-Attacken gleich mehrere geträumte Kontrahenten zu verjagen oder ganze Schafherden vor dem bösen Wolf zu schützen.

Sein Bellen klingt dennoch eher lustig, als gefährlich. Aber darüber spreche ich mit ihm lieber nicht, sonst bekommt er noch eine ausgewachsene Bell-Neurose. Bellen ist für ihn nämlich schon irgendwie wichtig. Wenn nämlich draußen vor unserem Wohnhaus an der Dreifaltigkeitskirche ein Artgenosse von Oskar laut kläfft, dann wacht unser Kleiner umgehend sogar auf seinem Sofa aus dem Schlaf auf, spitzt kurz die Ohren und legt sich kurz danach wieder hin. Um sofort weiter zu schnarchen. Das kann er bekanntlich wie kein Zweiter.

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