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Posts Tagged ‘Mops Oskar’

Mopsfidel

Juli 12, 2010 7 Kommentare

Wir haben einen neuen Mitbewohner. Herr Oskar heißt er (ich darf übrigens einfach Oskar sagen). Er stammt aus einem kleinen Dorf im Solling in der Nähe von Uslar, und dort haben wir ihn vor wenigen Tagen abgeholt. Was ihn anfangs kaum gekümmert hat trotz sommerlicher Bullenhitze. Die Autofahrt nach Hannover verbrachte er tatsächlich schlafend auf dem Rücksitz, alle viere von sich gestreckt. Zu Hause angekommen, wachte Oskar erst auf, als wir unseren Wagen ab- und den Motor ausstellten. Danach folgte eine ausführliche Wohnungsbesichtigung, für ein Landei wie ihn gab und gibt es nun einmal viele neue Geräusche und Gerüche. Und anschließend wurde gegessen oder, wie man bei Hunden wie Oskar sagt, gefressen.

Unser neuer Mitbewohner ist nämlich ein kleiner Mops, gerade einmal acht Wochen alt, bisweilen frech wie halt Oskar und dabei unser recht eingefahrenes Leben ziemlich umzukrempeln. So ist er beispielsweise morgens kurz nach sechs bereits mopsfidel, und hat das Bedürfnis zu kuscheln oder zu spielen. Eine Uhrzeit also, bei der mir der Sinn eigentlich nach anderen Dingen steht, zum Beispiel schlafen. Meine Bedürfnisse sind Oskar jedoch völlig egal. Nachdem er uns dann eher unsanft aus dem Bett geholt hat, muss er erst einmal vor die Tür.  Was sich mehrmals am Tag wiederholt. Junge Hunde haben offenbar eine schwache Blase. Und Hundewindeln hat bisher komischerweise noch keiner erfunden, obwohl das eine echte Marktlücke ist.

Beim täglichen Gassi gehen hat er erstaunlich schnell das inoffizielle Hundeklo an unserer Dreifaltigkeitskirche entdeckt: einen Baum, an dem täglich die Vierbeiner der Umgebung (und damit natürlich auch ihre Besitzer) gegen die kommunale Hundeverordnung verstoßen. Was offensichtlich keinen stört. Noch nicht einmal den freundlichen Pastor, der ist nämlich schon vor einiger Zeit selber auf den Hund gekommen. Was unser Oskar allerdings überhaupt nicht mag, ist: wenn ich arbeite. Oder genauer gesagt: wenn ich vorm Computer sitze, versuche mir ein paar Sätze auszudenken, die dann zusammengefügt eine halbwegs vernünftige und, wenn es gut läuft, amüsante Geschichte ergeben. Beispielsweise über unseren neuen Mitbewohner, Herrn Oskar, dem es immer wieder gelingt mit allen möglichen Psychotricks mich vom Arbeiten abzuhalten. Wie jetzt gerade.

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